Posts Tagged ‘Warner Brothers’

Bonnie and Clyde – Minute Movie Review

Freitag, Juli 9th, 2010

Review:

In the early 1930s, Bonnie Parker and Clyde Barrow decide to become bank robbers. And so that is what they do, escaping the police time and time again in bloody shoot outs, accompanied by their gang, always on the run from the law. Naturally, such a thing must lead to disaster, creating the set-up for one of the most memorable final scenes in film history. Otherwise, the film is a slightly above average gangster drama that, apart from emphasizing that the two were just kids out there having fun, has little to do with the true story. This was, however, the film that in 1967 marked the end of the Production Code and the beginning of the new Hollywood, paving the way for some of the greatest films America ever produced.

Random Observations:

Bonnie and Clyde at the IMDb

The extreme violence and realistic depiction of it throughout the film was one of the reasons the studio initially wanted to bury the film. It went on to become the second most successful film Warner Bros. ever produced.

Film debut of Gene Wilder, whose supporting turn as a kidnapped man bares little resemblance to his later, largely comedic, work.

Producer Warren Beatty initially considered Shirley MacLaine as Bonnie, but opted for Faye Dunaway when he decided to play Clyde.

In the first draft of the script, Clyde was bisexual, not impotent. In real life, he probably was neither.

Angels with Dirty Faces – Minute Movie Review

Montag, April 12th, 2010

Review:

Two boys growing up in a rough neighbourhood follow different paths. One becomes a successful gangster and idol to the next generation of hoodlum boys, the other a priest who desperately tries to steer them away from that life. Add to that some standard 1930s gangster film fare like a back-stabbing accomplice, a battle against corruption and an unexplainable love interest, and you get a well made (it’s from Michael Curtiz, after all) look at the glamorous gangster life that surprises with some unusual plot developments and a devastating ending.

Random Observations:

Angels with Dirty Faces at the IMDb

The actor playing the young James Cagney, Frankie Burke, bore an absolutely striking resemblance to him. I actually thought they had managed to make Cagney 25 years younger with make-up.

The back-stabbing accomplice, a lawyer to top it all off, is played by none other than greatest actor ever Humphrey Bogart.

The ending is ambiguous, allowing everyone to draw their own conclusion. I wonder how the overall reading has changed in the 70+ years since the film’s release.

The young thugs are played by a group of actors known as “The Dead End Kids”, because they first appeared in the film Dead End, before going on to making a half dozen gangster films for Warner Brothers.

Streik, Oscars, New Line und Co

Montag, Februar 25th, 2008

Seit meinem letzten Eintrag über das bevorstehende Ende des Streiks der Drehbuchautoren sind ja doch einige Wochen ins Land gezogen. Der Grund dafür war simpel: Da ich meine journalistische Integrität als wichtiger betrachtet habe als meine schriftstellerische, habe ich ja auch während des Streiks eifrig geschrieben. Kaum war dieser beendet (an dem von mir schon angekündigten Tag) bin ich dann selber in den Streik getreten. Leider hat die AMPTP jedoch bis heute nicht auf meine (sehr moderaten) Forderungen reagiert und mein Streikposten vor dem Kodak Theater bei der gestrigen Oscar-Verleihung hat die Schauspieler auch nicht gestoppt. Wahrscheinlich weil er schon einige Stunden vor deren Auftauchen vom LAPD entfernt wurde. Und somit schreibe ich jetzt auch wieder – und hoffe, dass die Schauspieler, die in der SAG (Screen Actors Guild) vereinigt sind und deren Rahmenvertrag mit der AMPTP im Juni ausläuft, mich bei ihren Verhandlungen nicht vergessen. Denn auch wenn die Führung der SAG noch nicht mit der AMPTP spricht / sprechen will, läuft die PR-Maschine zur Verhinderung eines weiteren Streiks bereits auf Hochtouren. So haben beispielsweise einige der bekanntesten und beliebtesten Schauspieler der USA wie George Clooney und Tom Hanks die SAG schon aufgefordert, die Verhandlungen bald zu starten.

Gestern also war die Oscar-Verleihung – und da mein Versuch, sie zu bestreiken, leider verfrüht gescheitert ist, habe ich es mir natürlich dann doch angesehen. Was soll man dazu schon sagen: 4 Stunden feiert sich die Filmindustrie selber und man wartet als Zuschauer gespannt darauf, dass jemand mal endlich etwas wirklich Witziges sagt. Aber als relativer Oscar-Neuling sehe ich die Show eigentlich schon noch ganz gerne. Jon Stewart als Gastgeber war, wie auch schon 2006, lustig und souverän (auch wenn die meisten Kritiker das anders bewerten) und die meisten Gewinner – erwartete wie unerwartete – waren wohl auch gerechtfertigt. Die größte Überraschung war wohl die Auszeichnung Tilda Swintons als beste Nebendarstellerin, die sich unerwartet gegen Cate Blanchett und Amy Ryan durchsetzte. Auch interessant ist der Gewinn von drei (eher unbedeutenden) Auszeichnungen durch “The Bourne Ultimatum” – man wurde den Eindruck nie so ganz los, dass einige der Academy Mitglieder den Film gerne auch in wichtigeren Kategorien gesehen hätten. Die Gesamtliste der Gewinner kann man an vielen Stellen einsehen – in der Hoffnung dass wenigstens Amazon mich bezahlt, verlinke ich hierfür mal wieder zur IMDB.

Ein bedeutender Anteil der Oscar-Verleihung sind immer die Montagen, also die Zusammenschnitte von Filmszenen oder früheren Preisträgern. Wenn, bedingt durch den Autorenstreik, die Vorbereitungszeit dann noch etwas kürzer wird, spielen sie noch eine wichtigere Rolle. Auch diesmal fehlte nicht das Gedenken an diejenigen Hollywoodianer, die im letzten Jahr verstorben sind. Den Abschluss der Auflistung bildete dabei Heath Ledger. Als Ledger starb, hatte er gerade eine Drehpause von dem Film “The Imaginarium of Doctor Parnassus” – dem neuen Film von Terry Gilliam. Dieser dachte schon, dass er mal wieder ein Projekt unvollendet abbrechen müsste, aber jetzt hat sich doch noch ein Ersatz gefunden. Oder genauer gesagt gleich drei. Denn die Rolle von Ledger werden in dem Film jetzt Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell übernehmen – in den noch nicht gedrehten Szenen. Wie es funktionieren soll, wenn vier Schauspieler eine Figur spielen, wird sich zeigen, aber der bisherige Erfolg von “I’m not there” scheint darauf hinzudeuten, dass es durchaus möglich ist.

Derweil rückt das Ende von dem beliebten Studio New Line immer näher. Nachdem auch “Der Goldene Kompass” ziemlich schlecht gelaufen ist, deutete sich ja schon an, dass das Studio von Warner Bros. übernommen wird. Die Verträge der Geschäftsführer wurden nicht verlängert und auch wenn die Einigung mit Peter Jackson und die Ankündigung von zwei “Der kleine Hobbit” Filmen nochmal als Hoffnungsschimmer galt, ist spätestens seitdem die Nachfahren von JRR Tolkien New Line verklagt haben, da es nicht für die Rechte am “Herr der Ringe” bezahlt habe, wohl endgültig mit der Eigenständigkeit vorbei.

Um nicht ganz so traurig zu schließen: Bei der Verleihung der Independet Spirit Awards am Samstag hat “Juno” sich als der große Gewinner herausgestellt. Der Film ist jetzt schon in den USA der größte Independent Erfolg seit “My Big Fat Greek Wedding” und die Komödie mit der grandiosen Ellen Page in der Hauptrolle läuft am 20. März auch in Deutschland an.

Ausgesprochen Abgebrochen

Samstag, Dezember 8th, 2007

Als würde die AMPTP einem Drehbuch folgen, hat sie am gestrigen Freitag die Verhandlungen mit der WGA über ein Ende des Streikes der Autoren in den USA abgebrochen. Die Vereinigung der Studios hat eine Liste an Forderungen auf den Tisch gelegt und klar und deutlich gesagt, wenn die WGA auf diese nicht umgehend eingeht, würden die Gespräche nicht fortgesetzt. Die WGA hat sich im Gegenzug geäußert, dass sie gerne verhandeln will, aber sich nicht erpressen lässt und ein solches Ultimatum nicht annehmen wird. Und somit sprechen beide Seiten seit gestern nicht mehr miteinander, sondern schieben sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe. Dass dabei vor allem die AMPTP blöd aussieht, scheint diese nicht sonderlich zu interessieren. Solange die WGA den Forderungen der AMPTP nicht zustimmt, wird diese nach eigener Aussage nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren. Nachgelesen werden kann das Ultimatum der AMPTP (auf Englisch) beispielsweise hier.

Während die Zukunft jetzt also alles andere als vorhersehbar ist, scheinen zwei mögliche Entwicklungen besonders wahrscheinlich. Entweder wird die WGA irgendwann einknicken – ewig können die Autoren nicht streiken, irgendwie müssen sie Geld verdienen. Und auch die anderen Betroffenen in der Unterhaltungsindustrie sind auf eine Einigung angewiesen – denn sie sind nicht im Streik, sondern entlassen. Und für viele der “einfachen” Arbeiter ist das in den USA existenzbedrohend. Wenn sich jetzt noch die DGA (Directors’ Guild of America, Verband der amerikanischen Regisseure) mit der AMPTP einig wird (was die WGA natürlich verhindern will, besonders die 1.300 Leute, die Mitglied beider Verbände sind), ist es vorprogrammiert, dass die WGA irgendwann nachgibt. Nicht heute und auch nicht nächsten Monat, aber wenn der Streik sich erstmal ein halbes Jahr oder Jahr hinzieht, muss eine Seite einlenken – und die AMPTP wird das nicht sein.

Die andere Möglichkeit ist (und das ist diejenige auf die alle, die gerne unterhalten werden, hoffen sollten), dass einzelne Mitglieder der AMPTP die Sache selber in die Hand nehmen. Die Mitglieder der AMPTP sind Konkurrenten in einem hart umkämpften Geschäft – und wenn plötzlich Warner Brothers wieder neue Fernsehserien und Filme produzieren kann während Fox und Disney stillsitzen müssen, wird das die Industrie gewaltig durcheinander bringen. Jedes der vier großen Unternehmen (Time Warner, News Corp, Disney und Viacom) hat also ein Interesse daran, den Streik im eigenen Haus möglichst schnell zu beenden. Und wenn erstmal eines der Unternehmen eingelenkt hat, werden die anderen schnell folgen müssen. Es bleibt also abzuwarten, wie lange die Allianz der Konkurrenten anhält.

Der Streik geht weiter…

Freitag, Dezember 7th, 2007

… aber dafür droht das Ende von New Line.

Wir unterbrechen das reguläre Programm (i.e. den Adventskalender) um einige Neuigkeiten aus der Filmbranche weiterzugeben.

In den USA streiken die Drehbuchautoren immer noch. Und die positive Stimmung, die sich verbreitete, nachdem angenommen wurde, der Streik könnte bald enden, hat sich leider wieder gelegt. Die Verhandlungen zwischen WGA (dem Verband der amerikanischen Drehbuchautoren) und AMPTP (dem Verband der (großen) Film- und Fernsehstudios) laufen zwar noch (bzw. wieder), bringen aber keine Ergebnisse. Und jetzt gehen Insider davon aus, dass die AMPTP die Verhandlungen bald abbrechen wird (und natürlich versuchen wird, die Schuld dafür der WGA in die Schuhe zu schieben) und dass das erhoffte Streikende vor Weihnachen sich auf mindestens Ende Februar verschiebt. Und bis dahin dürften dann deutlich mehr als die bisher betroffenen handvoll Filme erstmal verschoben werden.

Ein anderes Ende hingegen wird immer wahrscheinlicher: New Line Cinema, vor allem bekannt und groß geworden durch die Herr der Ringe Filme, droht der nächste Flop. Das Studio hat es seit Herr der Ringe nicht mehr geschafft, einen richtigen Kassenschlager zu produzieren und vor allem das letzte Jahr war desaströs. Also hat man alles auf die Karte “Der goldene Kompass” (seit gestern in deutschen Kinos) gesetzt – und sich wohl verpokert. Der Film wird von allen Seiten attackiert – von katholischen Verbänden wegen der Religionskritik in der (exzellenten) Vorlage und von Fans der Büchern und Kritikern dafür, nicht konsequent genug zu sein und die Aussage des Buches zu verwässern. Und anscheinend hält sich trotz einer gigantischen Medienkampagne das Zuschauerinteresse in Grenzen – die erwarteten Einnahmen für das Eröffnungswochenende in USA wurden bereits auf $20 Millionen runter korrigiert – weit entfernt von den $50 Millionen die normalerweise ein Indikator dafür sind, dass ein Budget von über $200 Millionen wieder eingespielt werden kann. Und wenn der Film wirklich floppt werden nicht nur die beiden weiteren Bücher der Trilogie (“Das magische Messer”, “Das Bernsteinteleskop”) nicht verfilmt, sondern Warner Brothers (denen New Line gehört) werden sich sicherlich noch mal überlegen, ob es sich lohnt, das Studio noch zu betreiben.