Posts Tagged ‘Sydney’

Australische Tierwelt

Freitag, November 11th, 2011

Ich weiß, es ist mal wieder schon viel zu lange her, dass ich zuletzt etwas geschrieben habe. Wenn man mal von dem peinlichen Gedicht absieht, ist es schon wieder ein Monat. Die einfache Wahrheit ist: ich habe signifikante Motivationsprobleme. Das macht nicht nur die Jobsuche, auf der ich mich immer noch befinde, schwierig, sondern bedeutet leider auch, dass Reiseberichte ausbleiben. Denn auch wenn es gerade nichts Berichtenswertes gibt, so gibt es doch viele ausstehende Geschichten, die ich eigentlich mal erzählen könnte.

(weiterlesen …)

Kontraste

Freitag, Februar 11th, 2011

Gestern morgen habe ich also endlich Bundaberg verlassen – Joe hat mich noch zum Bahnhof gebracht und tränenreich verabschiedet – und bin dann nachmittags in Brisbane angekommen. Und der Kontrast zu Bundaberg war von dem Moment, als ich aus dem Zug gestiegen bin, spürbar. Auf der einen Seite das verschlafene Farmnest, auf der anderen Seite die große Metropole. Ein Traum.

(weiterlesen …)

On the Road (Again)

Montag, November 15th, 2010

In knapp zwei Stunden werde ich zum Ersten Mal in meinem Leben einen Greyhound Bus besteigen und mich damit auf den Weg von Sydney nach Bundaberg machen. Es sind ja nur gute 1.200 Kilometer Wegstrecke, inklusive dem Umsteigen in Brisbane dauert die Fahrt also nur flotte 25 Stunden. Ich denke, es ist keine große Herausforderung sich vorzustellen, wie sehr ich mich auf den kurzen Trip freue. Montag Mittag los, Dienstag Nachmittag da. Perfekt.

In Bundaberg dann in ein etwas dubios klingendes Hostel. Als ich das gestern telefonisch reserviert habe war der Mensch am Telefon vor allem eins: unfreundlich. Aber immerhin haben wir eine Unterkunft für die ersten Nächte – und vor Ort lässt sich dann sicherlich gut auch etwas anderes finden, wenn es nichts ist. Auf jeden Fall besser als das Hostel, wo ich vorher angerufen habe, und wo ich nur nicht zugesagt habe, weil man mindestens für eine Woche buchen musste. Denn erst hinterher habe ich diesen netten Artikel über das Ding gelesen – und bin jetzt sehr froh, dass wir noch ein anderes Hostel gefunden haben. Das ist allerdings auch so ein Working Hostel, wo einem auf Wunsch auch Arbeit (also Fruit Picking) vermittelt wird. Hoffentlich hilft das bei der Arbeitssuche. Und wenn nicht, ist die Rumbrennerei nicht weit…

Es ist also alles angerichtet, dass das Abenteuer Australien so richtig losgehen kann. Mein Ziel für die Fahrt ist es, mein erstes Känguru zu sehen. Ich hoffe mal, dass diese auch entlang der Küste weit verbreitet sind. Sonst wäre ich schon ein wenig enttäuscht. Denn was soll ich denn 25 Stunden lang machen, wenn nicht nach Kängurus Ausschau halten??? Vielleicht schreibe ich sonst den ultimativen Sydney-Post, den ich schon seit einer Woche im Kopf komponiere, aber noch nicht habe schreiben können – inklusive den besten Tipps für kostenlose Unterhaltung in der sündhaft teuren Stadt. (Erwähnte ich schon mal, dass Sydney unglaublich teuer ist?) Oder ich kaufe mir gleich noch ein Buch, damit ich etwas zu lesen habe. Denn so ganz ohne Buch dürfte die Fahrt doch sehr lang werden. Vor allem, wenn die Kängurus sich verstecken.

Die hohe Kunst des Jammerns

Sonntag, November 14th, 2010

Ich habe mich in den letzten zwei Wochen ja schon gehörig in der hohen Kunst des Jammerns geübt. Ständige Beschwerden darüber, wie schwer es ist, einen Job zu finden oder auch einfach nur eine Entscheidung zu treffen haben dieses kleine Tagebuch fast unlesbar gemacht. Ich würde mich dafür entschuldigen, aber dann wären ja alle Leser nur noch neidischer, dass ich im warmen Australien sitze und es mir gut gehen lasse, während in Deutschland der Winter kommt. Und das wäre ja nun auch nicht gerade wünschenswert.

Deswegen stattdessen heute mal ein paar andere Beschwerden, die im direkten Zusammenhang mit dem beginnenden Sommer stehen. Wie ich ja geschrieben hatte, wollte ich gestern an den Bondi Beach und war auch tatsächlich da. Sonnencreme ist eine tolle Erfindung und auch sehr empfehlenswert und natürlich habe ich ausführlichen Gebrauch davon gemacht. Ihr könnt Euch also meine Ernüchterung vorstellen, als ich abends trotzdem mit krebsrotem Oberkörper nach Hause kam. Sah echt nicht gesund aus. Und auch heute tut es noch immer sehr weh, vor allem auf der Schulter, wo den ganzen Tag der Rucksack saß. Ich bitte um gehöriges Mitleid und nur ein ganz leises “selber schuld”…

Ansonsten habe ich natürlich sehr unter den steigenden Temperaturen zu leiden, da die Klimaanlagen, die inzwischen überall laufen, bei mir eine dicke Erkältung verursacht haben. Ich laufe also mit triefender Nase und trockenem Husten seit geraumer Zeit durch die Gegend und fühle mich nicht wirklich topfit. Von meinem Taschentuchgebrauch ganz zu schweigen…

Aber für heute genug des Jammerns. Morgen geht es los nach Bundaberg. Und dann habe ich bestimmt endlich auch wirklichen Anlass, mich zu beschweren.

[Anm. der Redaktion: Dem Autor Ironie, Sarkasmus oder Zynismus zu unterstellen, wäre grob unangebracht.]

Eine Entscheidung!

Freitag, November 12th, 2010

Kein Job, aber eine Entscheidung. So sieht es an meinem Freitagabend aus. Ich sitze hier gerade draußen vor dem Entertainment Centre, nutze das kostenlose Internet von McDonalds, und mache mir Gedanken darüber, ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Welche Entscheidung, fragt Ihr? Die Entscheidung, am Montag Sydney den Rücken zu kehren und gemeinsam mit einer anderen Deutschen, die das Party-Leben satt hat und das wirkliche Australien, am Besten durch Farmarbeit, kennenlernen will, gen Queensland, genauer gesagt Bundaberg (und wenn es da nicht klappt, Bowen) aufzubrechen. In Bundaberg soll es laut der Telefon-Hotline der zuständigen Regierungsbehörde reichlich Arbeit für unerfahrene Fruitpicker geben – Kirschen, Melonen, Mangos, was auch immer dort gerade geerntet wird.

Bundaberg ist etwa 1.200 Kilometer nördlich von Sydney, etwas abseits der Küste, und vor allem für Rum bekannt. Ob man den allerdings bei der Arbeit gebrauchen kann, wage ich zu bezweifeln. Und während vieles für diese Entscheidung spricht, spricht auch vieles dagegen. Denn es ist eine Entscheidung gegen Weihnachten und Silvester in Sydney, es ist eine Entscheidung gegen die Sicherheit der Großstadt, es ist eine Entscheidung gegen relativ entspanntes Arbeiten in einem Büro-Umfeld. Und deswegen mag ich Entscheidungen auch nicht, weil man sich damit immer so viele Möglichkeiten nimmt.

Gleichzeitig bin ich aber auch sehr dankbar, jetzt erstmal – ob für zwei Wochen oder zwei Monate oder wie lange auch immer – nicht mehr ganz auf mich alleine gestellt zu sein und endlich eine Entscheidung getroffen zu haben, für die auch vieles spricht – denn es ist eine Entscheidung für’s “richtige” Arbeiten, eine Entscheidung für eine neue Welt, eine Entscheidung für das *echte* Australien. Und vor allem ist es endlich einfach mal irgendeine Entscheidung – ob sie gut oder schlecht ist, wird sich dann zeigen.

Bis Montag gibt es also noch einiges zu tun. Ein paar Sachen werde ich noch in Sydney kaufen müssen, damit die Reise gut losgeht. Dann müssen wir noch entscheiden, wie wir am Besten (und Billigsten) nach Bundaberg kommen – und die entsprechenden Tickets erwerben. Eine Unterkunft von morgen bis Montag brauche ich auch noch, denn mein neues Hostel ist schon wieder ausgebucht und mit der Verlängerung auf den letzten Drücker wird das mal wieder nichts. (Ich bin so was von organisiert…) Und, vielleicht das Wichtigste: ich muss auch noch ein paar Sachen in Sydney sehen, bevor es zu spät ist! Also werde ich morgen mal an den vielleicht berühmtesten Strand der Welt, den Bondi Beach, fahren, und da die Gelegenheit zum Abschied von einigen hier getroffenen Leuten nutzen. Und dann am Sonntag alles organisieren. Wünscht mir Glück, jetzt geht das Abenteuer nämlich richtig los!

Statt E-Mail

Donnerstag, November 11th, 2010

In meinem Posteingang sammeln sich die unbeantworteten E-Mails und solange ich weiter im Hostel wohne und nur in einer etwas dubiosen Jobagentur ins Internet kann, wird das mit dem Beantworten auch noch ein bisschen dauern. Deswegen hier also eine Art alternative “Antwort an Alle”:

Ich hocke immer noch in Sydney, suche nach Arbeit, und verzweifle allmählich ein wenig. Klar, man kann keine Wunder erwarten – vor allem, wenn man so grandios unqualifiziert ist wie ich – aber ein paar kleine Fortschritte wären doch schon ganz nett. Eine Absage wäre ja auch mal ein Statement, aber stattdessen sind meine bisher gut zwei Dutzend Bewerbungen in ganz Australien und so ziemlich allen Bereichen einfach ignoriert worden. Keinerlei Neuigkeiten sind in diesem Fall leider keine guten Neuigkeiten. Inzwischen überlege ich sehr ernsthaft, Sydney zu verlassen und woanders mein Glück zu versuchen – aber leider habe ich auch keine Ahnung, wo ich besser aufgehoben wäre. Es gibt allgemein wenig Arbeit und für zwei Wochen Fruitpicking 1.000 Kilometer oder mehr zu reisen, wenn man nicht sicher sein kann, in der Gegend weitere Arbeit zu finden, ist halt auch nicht so ganz das Optimale.

Derweil sehne ich mich eigentlich nach Arbeit irgendwo im Outback, fernab der großen (oder auch kleinen) Städte mit der Chance, mal das “echte” Australien kennenzulernen. Aber meine Versuche, irgendwo in einem verschlafenen kleinen Nest Arbeit zu finden waren bisher auch nicht von Erfolg gekrönt. Und so versuche ich weiter mit ständig schrumpfender Motivation und ohne großen Enthusiasmus mein Glück. Bis Samstag bin ich definitiv noch in Sydney, aber bis dahin will ich eigentlich auch einen Job haben und eine Idee haben, wo ich als nächstes hinfahre. Viel Zeit bleibt nicht mehr. Immerhin war ich heute mal im Museum, statt nur im Internet nach Arbeit zu suchen. Denn wenn ich Samstag hier abhaue, sollte ich ja wenigstens ein bisschen was gesehen haben…

Red Bull Flugtag Australia

Sonntag, November 7th, 2010

Wie schon das ein oder andere (…) Mal erwähnt, ist Sydney sehr teuer. Wenn es also irgendwo etwas kostenlose Unterhaltung gibt, dann heißt es nichts wie hin. So wie heute, denn heute war der “Red Bull Flugtag Australia”, der australische Ableger der inzwischen weltweit ausgetragenen Red Bull (diese Energy-Drink-Plörre aus Österreich) Flugtage, wo Leute, vereinfacht gesagt, mit selbst gebastelten “Flugzeugen” aus sechs Metern Höhe ins Wasser fallen. In diesem Fall war das Wasser der Sydney Harbour, mit Blick auf Oper und Harbour Bridge, und da sogar mal die Sonne schien, war also für die beste Kulisse gesorgt. Dementsprechend voll war es dann auch. Trotzdem habe ich mich hin gewagt und die Serienbildfunktion meiner Kamera ausgetestet, um Euch diese spannenden Bilder eines exemplarischen Flugdings zu bringen. Es handelt sich um die “Flying Endeavour”, inspiriert von Captain Cooks Geburtstag, der nämlich auf den heutigen 7. November fällt.

Vor dem Start

Vor dem Start

Von den matrosen angeschoben

Von den Matrosen angeschoben

Start!

Start!

Und Landung.

Und Landung.

Und zum Abschluss noch ein kleines Bilderrätsel. Wer mir sagen kann, in welchem Film dieser Brunnen in einer wichtigen Szene zu sehen ist (deswegen zu sehen, weil die Szene dort auf dem “Martin Place”, der Wall Street Sydneys, gdreht wurde), bekommt einen Extrapunkt:

Hollywood in Australien!

Hollywood in Australien!

Eine Frage des Geldes

Samstag, November 6th, 2010

Nach fünf Tagen Sydney, davon ein Tag sogar ohne Regen, kann ich jetzt sagen, dass es mir hier eigentlich ganz gut gefällt. Eigentlich so gut, dass ich beschlossen habe, erstmal bis Ende des Jahres hierzubleiben – denn Weihnachten und Silvester in Sydney sollte man nicht verpassen. Und das eigentliche Australien, die rote Erde, die Kängurus, Koalas und Krokodile, kann ich auch danach noch sehen. Deswegen habe ich heute mich auch erstmal für die ersten Jobs beworben, nachdem mir der Jobvermittlungsagenturmitarbeiter (im Englischen gibt es so lange Wörter leider nicht) versichert hat, mein “resume” sei absolut in Ordnung. Arbeiten in Sydney, irgendwo als “Office Assistant”, “Sales Person” oder sonst etwas – keine schlechte Idee, wenn man hier bleiben will.

Und dringend nötig, wenn man hier irgendwie überleben will. Denn wenn es eins gibt, was man über Sydney sagen kann, dann das es teuer ist. Unglaublich teuer. Und selbst mit Arbeit dürfte es richtig schwer werden, Geld für weitere Reisen zu sparen – denn schließlich bietet Sydney unglaublich viel, was zum Geldausgeben anregt. Und wenn selbst in einer einfachen Kneipe jedes Bier A$5 kostet, ist auch der Stundenlohn von 18 bis 20 Dollar (wovon 29% Steuern abgehen) plötzlich nicht mehr so berauschend. Und Wohnungen, bzw. WG-Zimmer, kosten auch schnell A$300 – pro Woche, versteht sich. Warum also hierbleiben, wenn man doch auf dem Land das gleiche verdienen kann und dabei noch die Unterkunft gestellt bekommt – von den weiteren Unterschieden in Lebenshaltungskosten ganz zu schweigen?

Wahrscheinlich weil ich ein ziemlicher Feigling bin. Ich glaube, ich muss erstmal irgendwie in diesem Land ankommen, bevor ich mich irgendwohin traue, wo ich wirklich richtig fremd bin – also dahin, wo man nicht an jeder Ecke ein paar Deutsche trifft. Denn wenn es eins gibt, was man über Sydney sagen kann, dann das hier unendlich viele Deutsche sind. Im Hostel habe ich (nur noch) einen auf dem Zimmer. Sven, mit dem ich schon ein wenig das Nachtleben der Stadt unsicher gemacht habe – aber das ist eine Geschichte für einen anderen Tag. Auch sonst sind hier unglaublich viele Deutsche – und weil wir uns ja alle freuen, wenn wir mal kein Englisch sprechen müssen, gravitieren wir alle ein wenig zueinander. Und wenn man, so wie ich, auch gerne mal alleine unterwegs ist, hört man auch ständig Deutsche. Selbst auf der Adventure Travel & Backpacker Expo, wo ich heute war, und die eindeutig mehr auf Australier ausgerichtet war, wimmelte es nur so vor Deutschen. Und Werbung für Neuseeland. Ich habe mal so ziemlich an jedem Gewinnspiel teilgenommen, und hoffe jetzt sehr, eine Reise nach Neuseeland, oder vielleicht auch Tonga, zu gewinnen. Oder zumindest zehn Tage Unterkunft in einem beliebigen YHA Hostel. Dann eilt es mit der Jobsuche nämlich nicht so sehr…

Ich weiß, dass ich verwöhnt und privilegiert bin. Ich weiß, dass es wohl kaum als Vorbereitung auf das richtige Leben gelten kann, wenn man sich niemals Gedanken über Geld machen musste. Und wenn man solch blöden Sprüche wie “Über Geld spricht man nicht, Geld hat man” als wirkliche Maxime angesehen hat. Aber doch könnte ich jetzt gut darauf verzichten, mir ernsthafte Gedanken darüber machen zu müssen, wo der nächste Dollar herkommt. Klar, das ist (noch) etwas übertrieben, aber mir wird gerade sehr schmerzhaft bewusst, dass ich hier zwar vielleicht mit Netz, aber zumindest ohne doppelten Boden unterwegs bin. Und dass ich wirklich auf mich selber angewiesen bin. Und das fühlt sich gerade gar nicht befreiend, sondern vor allem beängstigend an. Undwenn es eins gibt, was man über Sydney sagen kann, dann das es kein guter Ort für Ängste ist. Aber da muss ich jetzt durch und ich will mich auch nicht ernsthaft beschweren. Ich bin eigentlich immer noch vorsichtig optimistisch. Ich wollte nur zur Abwechslung mal etwas ehrliches schreiben, statt den gewohnten ironischen Bemerkungen über Gott und die Welt. Ich verspreche auch, dass es demnächst wieder Interessanteres zu lesen gibt.

Jetzt habe ich ganz viel geschrieben, aber ganz wenig gesagt. Und während meine Wäsche gerade läuft (die Details des Lebens eines Backpackers sind hochinteressant, nicht wahr?) mache ich mir mal weiter Gedanken, wie es jetzt so weitergeht. Denn solange ich keinen Job angenommen habe und keine Wohnung gesucht habe, kann ich mich ja immer noch umentscheiden. Rund um Perth gibt es derzeit wohl sehr viel Möglichkeiten. Und dahin zu kommen kostet ja auch nur schlappe A$500. Fast geschenkt also. Nur werde ich dann wohl Silvester in Sydney verpassen – und  wenn es eins gibt, was man über Sydney sagen kann, dann das Silvester ein Erlebnis ist. Aber mal schauen. Wer jetzt jedenfalls von diesem ganze Gerede um den heißen Brei genervt ist, kann ja seine Meinung äußern – entweder in den Kommentaren oder noch bequemer in der Abstimmung auf der rechten Seite. Wenn hundert Leute abstimmen, verspreche ich auch, mich an das Ergebnis zu halten…

Sydney im Sonnenschein – mit Bildern!

Donnerstag, November 4th, 2010

So, nachdem gestern endlich mal die Sonne schien, habe ich Jobsuche Jobsuche sein lassen und bin stattdessen stundenlang durch die Stadt gewandert, habe die Sonne genossen, und dabei das ein oder andere Bild gemacht. Eine kleine Auswahl folgt nun. (Auf die Bilder klicken für eine etwas größere Ansicht.)

Und hier noch eine Frage, die mich seit Singapur regelmäßig beschäftigt, auf die ich aber noch keine Antwort gefunden habe – hauptsächlich, weil ich sie noch niemandem gestellt habe: warum wird in einer Stadt in der die Mehrheit chinesischen Ursprungs ist, mit großen indischen und malaiischen Minderheiten, hauptsächlich auf Plakaten mit europäischen Gesichtern geworben?

Und wo wir schon bei Fragen sind, die niemand beantworten kann: warum gibt es in Australien (und Singapur, übrigens) eigentlich Linksverkehr. Das ist doch nur verwirrend.

36 Stunden Sydney

Dienstag, November 2nd, 2010

Puh, war das anstrengend. Und dabei habe ich noch nicht mal angefangen, zu arbeiten…

Zunächst mal die wichtigste Information: das Wetter ist marginal besser. Es sind bestimmt 17° und es hat bisher auch nur einmal kurz geregnet. Vielleicht gibt das ja noch was mit dem australischen Sommer…

Ich würde jetzt gerne darüber schreiben, wie toll Sydney ist, wieviele hochinteressante Museen es hier gibt, wieviel Spaß es gemacht hat, einen Koala auf den Arm zu nehmen – aber leider habe ich heute nichts dergleichen gemacht. Stattdessen so hochinteressante Dinge wie eine Steuernummer beantragt, ein Bankkonto eröffnet, ein australisches Handy angeschafft (von dem ich leider die Nummer nicht mehr finde…) und angefangen mir zu überlegen, wie es weitergehen soll. Bleibe ich in Sydney und suche mir hier eine ganz tolle und gut bezahlte Arbeit? (Gut bezahlt ist wichtig, da Sydney unglaublich teuer ist. Ich hatte mich gerade an die Preise in Singapur gewöhnt und jetzt das!) Oder suche ich nach einer Arbeit fernab der großen Städte, wo das Leben sicherlich billiger, aber wahrscheinlich auch weniger interessant ist? Schwierige Fragen, auf die ich noch keine Antwort gefunden habe. Vielleicht sollte ich es auch davon abhängig machen, wo ich überhaupt einen Job bekomme…

Bis nächsten Dienstag bin ich aber definitiv noch in Sydney, denn vorher kann ich meine neue Bankkarte nicht abholen. Und meine Steuernummer wird auch hier in dieses Hostel (YHA Sydney Central, sehr zu empfehlen – wenn man im Geld schwimmt) geschickt. Also werde ich hoffentlich noch Gelegenheit haben, von den Highlights Sydneys zu berichten. Und vielleicht auch, ein bisschen Englisch zu sprechen. Denn bisher habe ich den Eindruck, dass es in Sydney nur deutsche Reisende gibt. Im Hostel sind unglaublich viele Deutsche und egal wo man hingeht, überall hört man diese schreckliche deutsche Sprache. Ich verstehe ja, dass es ein interessantes Reiseziel für Deutsche ist, aber warum sind die alle in Gruppen unterwegs? So lernt man doch das Land und die Leute nicht kennen. Ich weiß, wovon ich spreche, nicht wahr, Sebastian…?

Da ich das Sightseeing aber doch nicht ganz lassen konnte, habe ich mir zumindest das Opernhaus schon mal angeguckt. Eher enttäuschend, aus der Entfernung sieht es besser aus als wenn man direkt davor steht. Außerdem wurde da auch gerade irgendwie dran gearbeitet. Aber seht selbst:

Ja, da steht ein Baukran vor. Habe gefragt, ob sie ihn wegfahren, aber wollten sie nicht extra für ein Bild machen.

Ja, da steht ein Baukran vor. Habe gefragt, ob sie ihn wegfahren, aber wollten sie nicht extra für ein Bild machen.

Doch auch wenn ich das Wahrzeichen der Stadt und das wohl berühmteste Opernhaus der Welt gesehen habe, so ist es doch noch sehr unwirklich, dass ich wirklich hier bin. Ich vermute mal, das wird sich legen, wenn ich erstmal acht Stunden Kirschen gepflückt habe, aber im Moment kann ich noch nicht ganz glauben, dass ich wirklich in dieses Abenteuer gestartet bin. Wobei, vielleicht liegt das auch nur am Wetter…