Posts Tagged ‘Singapur’

Sydney im Sonnenschein – mit Bildern!

Donnerstag, November 4th, 2010

So, nachdem gestern endlich mal die Sonne schien, habe ich Jobsuche Jobsuche sein lassen und bin stattdessen stundenlang durch die Stadt gewandert, habe die Sonne genossen, und dabei das ein oder andere Bild gemacht. Eine kleine Auswahl folgt nun. (Auf die Bilder klicken für eine etwas größere Ansicht.)

Und hier noch eine Frage, die mich seit Singapur regelmäßig beschäftigt, auf die ich aber noch keine Antwort gefunden habe – hauptsächlich, weil ich sie noch niemandem gestellt habe: warum wird in einer Stadt in der die Mehrheit chinesischen Ursprungs ist, mit großen indischen und malaiischen Minderheiten, hauptsächlich auf Plakaten mit europäischen Gesichtern geworben?

Und wo wir schon bei Fragen sind, die niemand beantworten kann: warum gibt es in Australien (und Singapur, übrigens) eigentlich Linksverkehr. Das ist doch nur verwirrend.

Bilder aus Singapur

Mittwoch, November 3rd, 2010

So, hier nun endlich die versprochenen Bilder aus Singapur. Ich hoffe, die Qualität ist ausreichend – und die Erklärungen verständlich. Einfach auf die Bilder klicken für eine (etwas) größere Ansicht.

Vielen Dank an Sebastian für die technische Hilfe!

Früher war alles besser – das Reisen auch

Montag, November 1st, 2010

Eigentlich reise ich gerne. Das ist alles so schön bequem geworden. Man steigt in Frankfurt in ein Flugzeug, steigt in Singapur einmal aus, und dann, keine vierundzwanzig Stunden später, ist man in Sydney. Ganz schnell, ganz unkompliziert. Nur, mit Reisen hat das eigentlich wenig zu tun? Wo ist das Abenteuer, das Flair, die Romantik? Früher hätte eine solche Reise Monate gedauert. Und wenn dann das Schiff in den Hafen einläuft, erhascht man einen ersten Blick auf die Stadt. Wenn man mit dem Flugzeug ankommt ist das Erste, was man sieht, die endlose Warteschlange bei der Einreise. Ganz ehrlich, dagegen sind die Amerikaner noch harmlos. Das ist zwar abenteuerlich, aber nicht die Sorte Abenteuer, die ich gerne hätte. Früher war halt eben alles besser – das Wetter auch. Früher hat in Sydney es nämlich bestimmt nie geregnet, sondern da schien immer die Sonne – wie man sich das so vorstellt. Heute aber regnet es und das verdirbt mir gehörig die Laune. Denn bei fünfzehn Grad und Regen hätte ich ja auch gleich in Solingen bleiben können…

Singapur – mehr als eine Reise wert!

Sonntag, Oktober 31st, 2010

Ich habe es ja schon angedeutet: Singapur hat mich ziemlich fertig gemacht. Dabei gefällt es mir doch eigentlich sehr gut. Aber der Reihe nach.

Donnerstag habe ich also das erste Mal Füße auf asiatischen Boden gesetzt. Da habe ich in der Situation aber eigentlich gar nicht nachgedacht. Vielmehr hat mich immer noch amüsiert, dass um 16 Uhr Ortszeit im Flugzeug das Frühstück serviert wurde. Na wenn das mal kein guter Start in den Tag ist! (Und ein klares Zeichen dafür, dass vier Stunden unruhiger Schlaf neben zwei übergewichtigen Australiern eindeutig nicht genug waren.)

Weiter ging es zum Hotel. Der Flughafen ist zwar beeindruckend groß und modern, aber letzten Endes auch nur ein Flughafen wie jeder andere, vor allem wenn man nicht am Singapore Airlines Terminal ankommt. Schön klimatisiert allerdings – genauso wie die U-Bahn (SMRT) und deren Stationen. Dann der Schock als ich die Endstation verlasse: nicht nur ist es heiß, sondern auch noch grauenvoll schwül. Und das obwohl es schon dunkel ist. Nicht ganz mein Wetter. Eine Stunde später habe ich dann auch das Hotel – eigentlich ein Hostel, über den internationalen Verband gebucht, aber in Wirklichkeit ein Resort-Hotel am Rande der Insel, wo nur Singapurianer zur Erholung weilen – gefunden. Dreibettzimmer, in dem ich drei Nächte alleine bleiben werde. Punkt eins gegen mich: einfachen Anschluss an andere Reisende findet man so nicht.

Wenig später dann das erste Mal in die eigentliche Stadt rein, ins Zentrum – dauert auch jedesmal eine knappe Stunde, die Hostelwahl also eindeutig falsch – der Weltmetropole. Das ist dann richtig beeindruckend. Das in Singapur das Geld scheinbar auf den Bäumen wächst, kann sich jeder vorstellen. Wieviele Geldbäume es aber gibt, ist nicht vorstellbar, bis man es mal mit eigenen Augen gesehen hatte. Und zwischen den ganzen hochmodernen Hochhäusern und Baustellen ein paar Kolonialbauten. Aber keine Chance, dort etwas zu Essen zu finden, außer ein paar extrem hochpreisigen Restaurants. Schließlich, schon fast verzweifelt, finde ich doch noch einen Platz mit “Hawker Stalls”, den Garküchen Singapurs, die preiswert gutes asiatisches Essen verkaufen. Ein Hochgenuss, vor allem wenn man bisher nur gefrühstückt hat… Dann aber schnell zurück ins Ho(s)tel, denn schließlich stellt um Mitternacht die Bahn den Betrieb ein. Und mit dem Taxi will ich lieber nicht fahren. Nur müde bin ich jetzt nicht mehr – blöde Zeitverschiebung…

Freitag dann das volle Programm, 14 Stunden alleine durch die Stadt unterwegs, alles sehen was geht. Mehr Hochhäuser, Kolonialbauten, und schließlich noch Little India. Museen gibt es auch ohne Ende. Alles sehenswert, aber auch umwerfend viel bei 36° im Schatten. Im Laufe des Tages trinke ich unentwegt, zum Glück sind die Wasserflaschen günstig. Gelegenheiten zum Hinsetzen und Ausruhen ergreife ich keine. Gibt es etwas Traurigeres als jemanden, der alleine in einem Cafe sitzt? Abends dann noch zum Zoo, zur Night Safari. Nachts in den Zoo? Was könnte es Schöneres geben?

Kein Halloween… Mit nochmal deutlich erhöhtem Eintrittspreis werden die unzähligen Leute bezahlt, die im Zoo als Geister und ähnliches maskiert ihr Unwesen treiben. Es ist unendlich voll und die Wartezeiten für die Rundfahrt sind so lang, dass ich schließlich die letzte Chance auf die Show der nachtaktiven Tiere verpasse. (Punkt zwei für Singapur!) Schade, denn eigentlich wäre dies so ziemlich das Highlight meines Besuchs gewesen. So war es sehr teuer und hat weniger Spaß gemacht, als erhofft. Und noch mal – die Eintrittskarte gilt das ganze Wochenende – will ich die 90-minütige Reise am nächsten Abend dann doch nicht machen. Als ich schließlich in mein immer noch leeres Zimmer komme, sollte ich eigentlich erschöpft ins Bett sinken. Aber das funktioniert nicht. Erst in den frühen Morgenstunden schlafe ich ein. Und als der Wecker klingelt, um mich für einen weiteren Tag Singapur aus dem Bett zu reißen, merke ich erst, wie anstrengend der gestrige Tag war. Mein Plan – Chinatown und Sentosa, mal wieder altes und neues Singapur kombinieren und das Programm für zwei Tage an einem machen – wird so nicht aufgehen. Punkt drei für Singapur, heute gehe ich es mal *ganz* langsam an.

Und so habe ich den Großteil des heutigen Tages vertrödelt, was allerdings auch an dem sinnflutartigen Regen des Vormittags liegen dürfte. Da macht es nämlich gar keinen Spaß, rauszugehen. Am Nachmittag wird es besser und ich mache noch ein wenig Programm. Aber wohl zu wenig, denn jetzt (kurz vor drei Uhr morgens), bin ich immer noch hellwach. In vier Stunden klingelt mein Wecker, morgen will ich unbedingt noch was sehen. Schlafen kann ich ja dann noch auf dem Weg nach Sydney – 19:50 geht es los, Montag Morgen um 6 bin ich da. Hoffentlich ist es da ein wenig kühler.

Achso, und der Punkt für mich? Singapur ist eine interessante Stadt. Multikulti in Reinkultur. Es gibt wahnsinnig viel zu sehen. Aber eigentlich ist das ja auch ein Punkt für Singapur. Also gut: es passiert selten, dass ich überall der Größte bin.

Hier noch ein paar Beobachtungen, die ich zu faul bin, in einem richtigen Text zu verpacken:
- Die Asiaten sind wirkich klein. Vor allem die Frauen.
- Jeder hier in der U-Bahn spielt irgendetwas auf seinem Handy. Das iPhone ist sehr beliebt.
- Halloween ist ein Riesenfest. Am heutigen Abend, egal wo ich hingegangen bin, waren überall kostümierte Leute unterwegs.
- Man vergisst schnell, dass Singapur eine Insel ist. Ich bin vorhin mal einen Umweg zur Küste gelaufen, denn vorher hatte ich das Meer nur vom Flugzeug aus gesehen. Eventuell ändert sich das Morgen, wenn ich noch nach Sentosa fahre.
- Ihr glaubt, in der Schweiz sei es mühsam mit drei Landessprachen? Hier sind alle Schilder etc. in vier Sprachen: englisch, chinesisch, malaiisch und hindi. Zum Glück spricht aber eigentlich jeder zumindest etwas Englisch.
- Je weiter man sich vom Business District entfernt, umso weniger Europäer sieht man. Dort sind dann aber doch einige. Aber wenn ich mich hier in Pasir Ris umschaue, könnte ich manchmal fast glauben, der Einzige zu sein.
- In Singapur gibt es an ganz vielen Ecken kostenloses Wifi – man muss nur mal den Computer anmachen und drauf los suchen.
- Fotos werde ich nachreichen müssen, die sind noch nur auf der Kamera. Aber irgendwie fotografiere ich sowieso nie die interessanten Sachen. Also mehr anonyme Hochhäuser und kaum emsiges Treiben in den engen Gassen Little Indias.

Christoph gegen Singapur – 1:3

Samstag, Oktober 30th, 2010

Seit nunmehr zwei Tagen bin ich in Singapur und ich muss zugeben, die Stadt hat mich besiegt. War aber trotzdem eine Reise wert. Mehr, wenn ich nicht an einem Terminal mit QWERTY-Tastatur stehe.

Change We Can Believe In

Dienstag, Oktober 26th, 2010

Almost three years ago, I started Fabricated Truth. What was once envisioned as an all-encompassing blog about film, literature, culture in general and my personal life quickly turned into a film review site. In the three years since I started this endeavour, there have been 660 posts – 586 of which were movie reviews. (And most of which, in turn, were Minute Movie Reviews, my often copied but never equalled unique way of writing about film. Yes, I am arrogant. And ignorant.) In the last five months, there has been a regular update schedule, three times a week, always punctual, always good. Until last week, that is, when it was rudely interrupted. But while the interruption was planned, to make way for bigger and better things, the manner of it was not. But alas, things don’t always work out as we want them to. But now it is truly time for change, for something new, unexpected and exciting – at least that is what the brochure says. And to mark that change, I am first going to change the language, back to my native German, mitten im Satz. Warum? Weil es notwendig ist.

Morgen, auf den Tag genau drei Jahre nachdem ich dieses Unterfangen, dieses “Bloggen” angefangen habe, werde ich in ein Flugzeug steigen und in die weite Welt hinausfliegen. (Hineinfliegen? Englisch schreiben ist bedeutend einfacher.) Erstmal für drei Tage nach Singapur – und dann am Sonntag weiter nach Australien. Ankunft in Sydney Montag Morgen, 6 Uhr Ortszeit (21 Uhr Sonntag Abend MESZ). Und dann?

Ja, das ist eine sehr gute Frage. Dann geht das Abenteuer los – wobei die meisten Leute dieses Abenteuer einfach nur “Leben” nennen. Das Ganze nennt sich “Work&Travel” oder auch einfach “Working Holiday” und kombiniert das Beste aus Reisen und Arbeiten – ein fremdes Land richtig kennenlernen, viele Leute treffen und Geld verdienen. Oder soweit zumindest die Theorie. Wie es in der Praxis aussieht – nun, davon habe ich nicht den blassesten Schimmer. Aber es wird auf jeden Fall abwechslungsreicher und interessanter als die letzten drei Jahre und somit werde ich wohl über meinen hohen Schatten springen und dieses Blog zu meinem ganz persönlichen Erfahrungsbericht umgestalten. Fotos nicht ausgeschlossen. Und damit ich dabei meine Muttersprache nicht verlerne – no worries, mate – schreibe ich noch einmal auf Deutsch. Irgendwie muss ich ja üben…

Gerade habe ich meinen Riesenrucksack gepackt – noch ist reichlich Platz für Souvenirs und Erinnerungen – und jetzt stehen die letzten Pflichten vor der Abreise an. Wer mich kennt – und wer dies hier liest, kennt mich – weiß genau, dass ich diese bis zur letzten Minute vor mir hergeschoben habe. Die letzten gut 24 Stunden vor der Abreise (Fahrt nach Frankfurt, von dort dann um fünf vor zwölf, wie passend, los) sind also noch einmal sehr stressig. Mal schauen, ob die ersten Tage in Australien da besser werden. Aufgeregt bin ich auf jeden Fall.