Posts Tagged ‘Reisen’

Die lieben Reisegefährten

Montag, September 3rd, 2012

Wenn man zwei Jahre in einem Land hauptsächlich mit Reisen verbringt, trifft man eine Menge Leute. Die meisten sind nur oberflächliche Bekanntschaften, die ganz schnell vergessen sind. Die meisten vergisst man auch gerne am nächsten Tag wieder, den leider gibt es mehr nervige Leute auf dieser Welt als nette. Aber man findet immer auch Leute, die einem sympathisch sind und deren Gesellschaft man schätzt, zumindest für eine kurze Zeit. Und gelegentlich gibt es sogar Leute, die zu echten Freunden werden und mit denen man auch liebend gerne gemeinsam reist und von denen man sogar weiß, dass man sie wiedersehen wird, wenn sich die Wege Down Under getrennt haben. Die beiden Engländerinnen, Rosie und Nikki, die in Adelaide in meinem Auto Platz genommen haben, gehören nicht zu dieser Sorte. Sie sind vielmehr das genaue Gegenteil: die schlimmsten Menschen, die ich hier je getroffen habe.

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Es folgt: ein Reisebericht. Oder zwei.

Montag, August 27th, 2012

Sechs lange Wochen sind ins Land gegangen, seitdem ich etwas an dieser Stelle veröffentlicht habe. Eine unfassbar und unverschämt lange Zeit. Die Vorsitzende meines Fan-Clubs (in anderen Kreisen auch als meine Mutter bekannt) schreibt nahezu täglich E-Mails und fordert neues Material. Und ich, treusorgender Sohn, verspreche natürlich jedes Mal, ganz bald wieder etwas zu schreiben. Und nehme es mir auch ganz fest vor. Aber irgendwie kommt dann immer etwas dazwischen. Wer mit mir bei facebook befreundet ist, kennt einige der Dinge, die so dazwischen gekommen sind. Denn auch wenn ich mir bei meiner Anmeldung vor nunmehr fast anderthalb Jahren vorgenommen habe, dass ich es nicht als Mitteilungswerkzeug benutze, sondern weiterhin regelmäßig blogge, ist es doch so, dass drei Zeilen “Status-Update” schnell geschrieben sind, ein Blog-Eintrag aber doch mehr Zeit, Ruhe und Arbeit erfordert.

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Auszeit

Mittwoch, Juli 4th, 2012

Seit einer Woche bin ich nun offiziell arbeitslos. Beide Jobs bin ich los. Die Nachtschicht los zu sein trifft mich nicht hart, auch wenn der Abschied vom Melbourne Metro YHA und meinen Kollegen schwer fällt. Um meinen “Blog-Job” tut es mir schon mehr leid, aber die sechs Monate, die ich maximal für einen Arbeitgeber arbeiten kann, sind vorbei und damit werde ich wohl bis zum Ende meines Australienaufenthalts kein Einkommen mehr haben. Was auf einmal in den letzten Wochen ganz schön bedrohlich klang und bei mir nicht gerade für Begeisterung sorgte. Dann kamen noch ein paar andere Sorgen hinzu und plötzlich fühlte ich mich mal wieder völlig überfordert. Meine Lösung? Zeit für eine Pause, eine Auszeit.

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Die Große Langeweile

Montag, Januar 31st, 2011

Ich bin am 16. November in Bundaberg angekommen. Das ist morgen elf Wochen her. Die Entscheidung, hier her zu kommen, war sehr spontan. Die hier zu bleiben, habe ich nie getroffen. Das ist einfach so passiert.

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On the Road (Again)

Montag, November 15th, 2010

In knapp zwei Stunden werde ich zum Ersten Mal in meinem Leben einen Greyhound Bus besteigen und mich damit auf den Weg von Sydney nach Bundaberg machen. Es sind ja nur gute 1.200 Kilometer Wegstrecke, inklusive dem Umsteigen in Brisbane dauert die Fahrt also nur flotte 25 Stunden. Ich denke, es ist keine große Herausforderung sich vorzustellen, wie sehr ich mich auf den kurzen Trip freue. Montag Mittag los, Dienstag Nachmittag da. Perfekt.

In Bundaberg dann in ein etwas dubios klingendes Hostel. Als ich das gestern telefonisch reserviert habe war der Mensch am Telefon vor allem eins: unfreundlich. Aber immerhin haben wir eine Unterkunft für die ersten Nächte – und vor Ort lässt sich dann sicherlich gut auch etwas anderes finden, wenn es nichts ist. Auf jeden Fall besser als das Hostel, wo ich vorher angerufen habe, und wo ich nur nicht zugesagt habe, weil man mindestens für eine Woche buchen musste. Denn erst hinterher habe ich diesen netten Artikel über das Ding gelesen – und bin jetzt sehr froh, dass wir noch ein anderes Hostel gefunden haben. Das ist allerdings auch so ein Working Hostel, wo einem auf Wunsch auch Arbeit (also Fruit Picking) vermittelt wird. Hoffentlich hilft das bei der Arbeitssuche. Und wenn nicht, ist die Rumbrennerei nicht weit…

Es ist also alles angerichtet, dass das Abenteuer Australien so richtig losgehen kann. Mein Ziel für die Fahrt ist es, mein erstes Känguru zu sehen. Ich hoffe mal, dass diese auch entlang der Küste weit verbreitet sind. Sonst wäre ich schon ein wenig enttäuscht. Denn was soll ich denn 25 Stunden lang machen, wenn nicht nach Kängurus Ausschau halten??? Vielleicht schreibe ich sonst den ultimativen Sydney-Post, den ich schon seit einer Woche im Kopf komponiere, aber noch nicht habe schreiben können – inklusive den besten Tipps für kostenlose Unterhaltung in der sündhaft teuren Stadt. (Erwähnte ich schon mal, dass Sydney unglaublich teuer ist?) Oder ich kaufe mir gleich noch ein Buch, damit ich etwas zu lesen habe. Denn so ganz ohne Buch dürfte die Fahrt doch sehr lang werden. Vor allem, wenn die Kängurus sich verstecken.

Früher war alles besser – das Reisen auch

Montag, November 1st, 2010

Eigentlich reise ich gerne. Das ist alles so schön bequem geworden. Man steigt in Frankfurt in ein Flugzeug, steigt in Singapur einmal aus, und dann, keine vierundzwanzig Stunden später, ist man in Sydney. Ganz schnell, ganz unkompliziert. Nur, mit Reisen hat das eigentlich wenig zu tun? Wo ist das Abenteuer, das Flair, die Romantik? Früher hätte eine solche Reise Monate gedauert. Und wenn dann das Schiff in den Hafen einläuft, erhascht man einen ersten Blick auf die Stadt. Wenn man mit dem Flugzeug ankommt ist das Erste, was man sieht, die endlose Warteschlange bei der Einreise. Ganz ehrlich, dagegen sind die Amerikaner noch harmlos. Das ist zwar abenteuerlich, aber nicht die Sorte Abenteuer, die ich gerne hätte. Früher war halt eben alles besser – das Wetter auch. Früher hat in Sydney es nämlich bestimmt nie geregnet, sondern da schien immer die Sonne – wie man sich das so vorstellt. Heute aber regnet es und das verdirbt mir gehörig die Laune. Denn bei fünfzehn Grad und Regen hätte ich ja auch gleich in Solingen bleiben können…