Posts Tagged ‘Radsport’

Innigste Hassliebe

Montag, Juni 11th, 2012

Ich hasse Joggen. Meine Verachtung für diesen “Sport” kennt praktisch keine Grenzen. Es gibt wenige Dinge, die ich so schlimm finde wie sinnfrei und kopflos durch die Gegend zu laufen. Gibt es etwas Langweiligeres? Wahrscheinlich, aber spontan fällt mir nichts ein. Die ersten fünf Minuten sind ja noch zu ertragen, aber danach wird es immer schlimmer und schlimmer, bis ich irgendwann das Gefühl habe vor lauter Langeweile und aufgestauter Aggressionen am Liebsten die nächste rote Ampel ignorieren zu wollen und mich vor das erstbeste Auto werfen will. Ich bin in der Lage, vier Stunden auf einem Rennrad zu sitzen und dabei richtiggehend Spaß zu haben, aber dreißig Minuten Laufen sind einfach 29 zu viel. Wie kann es also sein, dass der heutige Tag das zweiwöchige Jubiläum ununterbrochenen morgenliches (…) Joggen markiert?

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Mysteriöses am Sonntag

Sonntag, November 25th, 2007

Herzlich Willkommen zu “Mysteriöses am Sonntag”, der Kolumne in der ich über die großen Mysterien unser Zeit schreibe. Der Name ist dabei etwas irreführend, denn weder ist es Sonntag, während ich dies schreibe, noch ist es Sonntag, wenn der Leser es liest, denn bekanntlich ist Sonntag ja Feiertag im Internet.

Wie der ein oder andere sicherlich weiß, bin ich ein großer Radsportanhänger, sowohl passiv als auch aktiv. Deswegen bin ich auch Abonnent mehrer Zeitschriften, die den Radsport in allen seinen Formen, jedoch hauptsächlich als Straßenradsport (nicht dieses komische Mountainbike-Gedöns…), zum Thema haben. Als ich dabei heute die neueste Ausgabe einer dieser Zeitschriften durchblätterte, fiel mir, wie eigentlich immer, die Werbebeilage entgegen. Aber diesmal war es nicht ein Radhersteller, Radsportbekleidungshersteller oder Radzubehörhersteller, dessen Flyer mir in die Hände geriet. Nein, vielmehr war es ein Gutschein für ein vier-wöchiges Probeabo der Wochenzeitung “Junge Freiheit”. Noch nie davon gehört? Das überrascht mich wenig. Die “Junge Freiheit” hat nach eigenen Angaben gut 40.000 Leser und wirbt damit eine “der letzten konzernunabhängigen Zeitungen” zu sein. Die “konservative Wochenzeitung aus Berlin” (FAZ) macht sich Sorgen wie es mit Deutschland weitergeht. Das ist nicht ungewöhnlich, das tut jeder halbwegs intelligente Mensch in diesem Land. Interessant ist jedoch, dass die “Junge Freiheit” dabei so konservativ ist, dass sie oft (fälschlicherweise?) als rechtsextremistisch betrachtet wird. (Ich weiß, Wikipedia ist keine richtige Quelle, aber es ist so praktisch!) Und dabei sorgt sie sich doch nur um die Pressefreiheit und die Gleichschaltung aller Medien im Rahmen der politischen Korrektheit.

Die Frage, die ich mir jetzt stelle, das eigentlich mysteriöse, ist: Warum ausgerechnet Leser einer Radsportzeitschrift? Sind diese besonders jung? Besonders frei? Besonders konservativ? Besonders unabhängig? Besonders unangepasst?

Ich habe mich mit der Zeitung zu wenig beschäftigt, um mir eine Meinung darüber machen zu können, ob die Zeitung einfach nur konservativ oder womöglich tatsächlich rechtsextremistisch (und damit beispielsweise auch antidemokratisch) ist. Aber warum ausgerechnet Radsportinteressierte? Bei der Vielzahl fehlgeleiteter Werbemaßnahmen scheint mir dies doch noch einmal besonders absurd zu sein.

Ganz abgesehen davon, dass in Zeiten des Internets unabhängige Meinungen (wieder) leicht zu finden sind.