Posts Tagged ‘Queensland’

Eine Nacht zum Vergessen

Donnerstag, Mai 24th, 2012

Die meisten Nächte bei der Arbeit sind eintönig und langweilig und ich neige sehr dazu, mich genau darüber zu beschweren. Aber nach dieser Nacht werde ich sie sicherlich in Zukunft zu schätzen wissen. Und nicht nur, weil sie es mir erlauben, viel zu lesen. Sondern vor allem, weil sie so schön entspannt und problemfrei sind. Gestern ganz anders – eine unerfreuliche Geschichte nach der anderen. Und das von der ersten Minute an.

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Australischer Fußball

Sonntag, Mai 6th, 2012

Ich habe in den letzten Wochen eine neue Theorie entwickelt. Ich vermute mal, dass sie nicht sonderlich originell ist und eigentlich auch nicht neu, da sie andere vorher schon aufgestellt und vielleicht sogar bewiesen oder widerlegt haben, aber für mich stellt sie einen neuen Gedankengang dar und hat meine Überlegungen über Australien, die Gesellschaft und die Welt generell in ganz neue Bahnen gelenkt. Und die Theorie ist folgende: wenn Du etwas über die Menschen eines Landes erfahren willst, dann schau Dir ihren Volkssport an. Die Kultur einer Region spiegelt sich im Sport wider.

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Bilder der Flut in Bundaberg

Dienstag, Januar 4th, 2011

Ich habe es ja schon mehrfach versprochen und nachdem ich heute nur 3 Stunden gearbeitet habe, will ich es auch endlich umsetzen. Hier also ein paar Bilder der Flut in Bundaberg, die inzwischen zwar schon wieder komplett vorbei ist, aber trotzdem immer noch zu schaffen macht. Denn dass ich heute nur so kurz gearbeitet habe, war auch eine direkte Flutfolge.Denn es gibt zwar reichlich Kürbisse zu ernten, aber der Farmer bekommt diese zurzeit einfach nicht verkauft, da niemand Kürbisse aus Flutgebieten kaufen will, da diese ja größtenteils kaputt sind. Wobei wir natürlich viel Zeit und Mühe darein investiert habe, alle, die auch nur den kleinsten Makel haben, auszusortieren.

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On the Road (Again)

Montag, November 15th, 2010

In knapp zwei Stunden werde ich zum Ersten Mal in meinem Leben einen Greyhound Bus besteigen und mich damit auf den Weg von Sydney nach Bundaberg machen. Es sind ja nur gute 1.200 Kilometer Wegstrecke, inklusive dem Umsteigen in Brisbane dauert die Fahrt also nur flotte 25 Stunden. Ich denke, es ist keine große Herausforderung sich vorzustellen, wie sehr ich mich auf den kurzen Trip freue. Montag Mittag los, Dienstag Nachmittag da. Perfekt.

In Bundaberg dann in ein etwas dubios klingendes Hostel. Als ich das gestern telefonisch reserviert habe war der Mensch am Telefon vor allem eins: unfreundlich. Aber immerhin haben wir eine Unterkunft für die ersten Nächte – und vor Ort lässt sich dann sicherlich gut auch etwas anderes finden, wenn es nichts ist. Auf jeden Fall besser als das Hostel, wo ich vorher angerufen habe, und wo ich nur nicht zugesagt habe, weil man mindestens für eine Woche buchen musste. Denn erst hinterher habe ich diesen netten Artikel über das Ding gelesen – und bin jetzt sehr froh, dass wir noch ein anderes Hostel gefunden haben. Das ist allerdings auch so ein Working Hostel, wo einem auf Wunsch auch Arbeit (also Fruit Picking) vermittelt wird. Hoffentlich hilft das bei der Arbeitssuche. Und wenn nicht, ist die Rumbrennerei nicht weit…

Es ist also alles angerichtet, dass das Abenteuer Australien so richtig losgehen kann. Mein Ziel für die Fahrt ist es, mein erstes Känguru zu sehen. Ich hoffe mal, dass diese auch entlang der Küste weit verbreitet sind. Sonst wäre ich schon ein wenig enttäuscht. Denn was soll ich denn 25 Stunden lang machen, wenn nicht nach Kängurus Ausschau halten??? Vielleicht schreibe ich sonst den ultimativen Sydney-Post, den ich schon seit einer Woche im Kopf komponiere, aber noch nicht habe schreiben können – inklusive den besten Tipps für kostenlose Unterhaltung in der sündhaft teuren Stadt. (Erwähnte ich schon mal, dass Sydney unglaublich teuer ist?) Oder ich kaufe mir gleich noch ein Buch, damit ich etwas zu lesen habe. Denn so ganz ohne Buch dürfte die Fahrt doch sehr lang werden. Vor allem, wenn die Kängurus sich verstecken.

Eine Entscheidung!

Freitag, November 12th, 2010

Kein Job, aber eine Entscheidung. So sieht es an meinem Freitagabend aus. Ich sitze hier gerade draußen vor dem Entertainment Centre, nutze das kostenlose Internet von McDonalds, und mache mir Gedanken darüber, ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Welche Entscheidung, fragt Ihr? Die Entscheidung, am Montag Sydney den Rücken zu kehren und gemeinsam mit einer anderen Deutschen, die das Party-Leben satt hat und das wirkliche Australien, am Besten durch Farmarbeit, kennenlernen will, gen Queensland, genauer gesagt Bundaberg (und wenn es da nicht klappt, Bowen) aufzubrechen. In Bundaberg soll es laut der Telefon-Hotline der zuständigen Regierungsbehörde reichlich Arbeit für unerfahrene Fruitpicker geben – Kirschen, Melonen, Mangos, was auch immer dort gerade geerntet wird.

Bundaberg ist etwa 1.200 Kilometer nördlich von Sydney, etwas abseits der Küste, und vor allem für Rum bekannt. Ob man den allerdings bei der Arbeit gebrauchen kann, wage ich zu bezweifeln. Und während vieles für diese Entscheidung spricht, spricht auch vieles dagegen. Denn es ist eine Entscheidung gegen Weihnachten und Silvester in Sydney, es ist eine Entscheidung gegen die Sicherheit der Großstadt, es ist eine Entscheidung gegen relativ entspanntes Arbeiten in einem Büro-Umfeld. Und deswegen mag ich Entscheidungen auch nicht, weil man sich damit immer so viele Möglichkeiten nimmt.

Gleichzeitig bin ich aber auch sehr dankbar, jetzt erstmal – ob für zwei Wochen oder zwei Monate oder wie lange auch immer – nicht mehr ganz auf mich alleine gestellt zu sein und endlich eine Entscheidung getroffen zu haben, für die auch vieles spricht – denn es ist eine Entscheidung für’s “richtige” Arbeiten, eine Entscheidung für eine neue Welt, eine Entscheidung für das *echte* Australien. Und vor allem ist es endlich einfach mal irgendeine Entscheidung – ob sie gut oder schlecht ist, wird sich dann zeigen.

Bis Montag gibt es also noch einiges zu tun. Ein paar Sachen werde ich noch in Sydney kaufen müssen, damit die Reise gut losgeht. Dann müssen wir noch entscheiden, wie wir am Besten (und Billigsten) nach Bundaberg kommen – und die entsprechenden Tickets erwerben. Eine Unterkunft von morgen bis Montag brauche ich auch noch, denn mein neues Hostel ist schon wieder ausgebucht und mit der Verlängerung auf den letzten Drücker wird das mal wieder nichts. (Ich bin so was von organisiert…) Und, vielleicht das Wichtigste: ich muss auch noch ein paar Sachen in Sydney sehen, bevor es zu spät ist! Also werde ich morgen mal an den vielleicht berühmtesten Strand der Welt, den Bondi Beach, fahren, und da die Gelegenheit zum Abschied von einigen hier getroffenen Leuten nutzen. Und dann am Sonntag alles organisieren. Wünscht mir Glück, jetzt geht das Abenteuer nämlich richtig los!