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Photographierender Autodidakt

Montag, September 10th, 2012

Der aufmerksame Leser mag es schon bemerkt haben: es gibt dieser Tage zwei Arten von Berichten hier. Die einen sind die klassischen Reiseberichte. „Und dann habe ich das gemacht.“ Die anderen sind mehr Anekdoten, die nicht unbedingt der Chronologie folgen, sondern Leute oder Dinge, die mich während der Reise beschäftigt haben, betreffen. Und bevor ich den versprochenen Bericht über den Ausflug zum Uluru hier einstelle, will ich an einem Beispiel mein neues Hobby, die Photographie, in den Mittelpunkt stellen und dabei so einiges über mich verraten.

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Die lieben Reisegefährten

Montag, September 3rd, 2012

Wenn man zwei Jahre in einem Land hauptsächlich mit Reisen verbringt, trifft man eine Menge Leute. Die meisten sind nur oberflächliche Bekanntschaften, die ganz schnell vergessen sind. Die meisten vergisst man auch gerne am nächsten Tag wieder, den leider gibt es mehr nervige Leute auf dieser Welt als nette. Aber man findet immer auch Leute, die einem sympathisch sind und deren Gesellschaft man schätzt, zumindest für eine kurze Zeit. Und gelegentlich gibt es sogar Leute, die zu echten Freunden werden und mit denen man auch liebend gerne gemeinsam reist und von denen man sogar weiß, dass man sie wiedersehen wird, wenn sich die Wege Down Under getrennt haben. Die beiden Engländerinnen, Rosie und Nikki, die in Adelaide in meinem Auto Platz genommen haben, gehören nicht zu dieser Sorte. Sie sind vielmehr das genaue Gegenteil: die schlimmsten Menschen, die ich hier je getroffen habe.

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Jungfernfahrt

Mittwoch, Juni 20th, 2012

Wenn Schiffe das erste Mal die Anker lichten, werden sie vorher getauft. Jungfernflüge neuer Linienflugzeuge verursachen großen Medienansturm. Als ich das erste Mal mit meinem neuen Auto gefahren bin, war dies die Überführungsfahrt von St Kilda, wo ich es abgeholt habe, nach North Melbourne. Die zweite Fahrt führte mich in die Werkstatt. Die dritte zur Zulassungsbehörde. Danach war es dann auch wirklich richtig *mein* Auto und somit hatte ich beschlossen, für den nächsten Tag, den letzten Samstag, die “offizielle” Jungfernfahrt anzusetzen, um mein Auto gebührend einzuweihen.

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Pinguine!

Sonntag, Juni 3rd, 2012

“Ein Ausflug nach St Kilda” wäre sicherlich ein passenderer Titel gewesen, aber manchmal muss man sich einfach für die Symmetrie entscheiden, auch wenn dann wenig über den Inhalt im Titel zu finden ist. Denn ich hatte ja schließlich versprochen, Pinguin-Bilder nachzuliefern. Aber die sind so schlecht geworden, dass sowohl der Inhalt als auch die Bilder mehr über den generellen Ausflug nach St Kilda erzählen als über die Pinguine.

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Possum!

Mittwoch, Mai 30th, 2012

Im Englischen gibt es einen Ausdruck, “to play possum”, der, soweit ich mich recht erinnern kann, sich totstellen bedeutet. Warum das so ist, verstehe ich allerdings ehrlich gesagt nicht, denn die Possums, denen ich bisher begegnet bin waren alle eher lebhaft. Ganz besonders die Unmengen, die jeden Abend mit Einbruch der Dämmerung in den Flagstaff Gardens, mitten im Zentrum von Melbourne, zu sehen sind. Im Deutschen heißen sie wohl Kusu oder auch Fuchskusu, aber ich bleibe lieber bei Possum.

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Die ersten Bilder

Dienstag, Mai 29th, 2012

Okay, es sind nicht die allerersten Bilder. Noch nicht einmal welche der ersten 100. Aber es sind die ersten, die veröffentlichungswürdig sind. Allerdings nur von der technischen Seite her, vom Inhalt her sicher noch nicht. Bis ich dazu komme, mal sehenswerte Aufnahmen zu machen, habt Ihr aber alle schon wieder vergessen, dass ich eine neue Kamera habe und meine liebe Schwester ist vor Neugier umgekommen. Hier also ein paar Bilder der Sony Alpha A57, aufgenommen in den letzten Tagen. Erklärungen, hoffentlich, überflüssig. Für die Vollansicht einfach auf das Bild klicken. Dringend empfohlen, da die Miniatur-Bilder irgendwie von WordPress verpixelt wurden.

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Das letzte Bild

Samstag, Mai 26th, 2012

Wer mich kennt, weiß wie schwer ich mich immer mit Entscheidungen tue. Wie sehr ich kämpfen muss, um überhaupt irgendetwas entscheiden zu können. Und wenn es nur die Frage ist, ob ich italienisch oder chinesisch zu Abend esse. Und je größer die Tragweite einer Entscheidung wird, desto schwieriger wird es für mich, diese zu treffen.

Aber immerhin habe ich auch in dieser Frage große Fortschritte gemacht und manchmal habe ich tatsächlich eine Präferenz. Und wenn ich keine habe, nun, dann bin ich gelegentlich trotzdem in der Lage etwas zu entscheiden, selbst wenn ich mich hinterher noch ewig frage, ob es die richtige Entscheidung war.

Zurzeit gibt es einige Entscheidungen, die mich beschäftigen. Entscheidungen darüber, wie es weitergehen soll und was ich machen werde. Sowohl kurzfristig, wenn mein Arbeitsvertrag endet, als auch längerfristig, wenn ich Australien verlassen werde. Und diese Entscheidungen sind wahrlich nicht einfach. Wären es wohl auch nicht für entscheidungsfreudige Leute. Und so sitze ich da und grüble. Und grüble. Und grüble. Und grüble.

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Australische Tierwelt

Freitag, November 11th, 2011

Ich weiß, es ist mal wieder schon viel zu lange her, dass ich zuletzt etwas geschrieben habe. Wenn man mal von dem peinlichen Gedicht absieht, ist es schon wieder ein Monat. Die einfache Wahrheit ist: ich habe signifikante Motivationsprobleme. Das macht nicht nur die Jobsuche, auf der ich mich immer noch befinde, schwierig, sondern bedeutet leider auch, dass Reiseberichte ausbleiben. Denn auch wenn es gerade nichts Berichtenswertes gibt, so gibt es doch viele ausstehende Geschichten, die ich eigentlich mal erzählen könnte.

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Völlig durchnässt

Mittwoch, Dezember 1st, 2010

Als ich für Australien gepackt habe, habe ich auch viel über das Wetter nachgedacht. Was nimmt man Ende Oktober mit, wenn man in den Frühling fliegt? Was braucht man in einem Land, das bekannt für sein warmes Wetter, für die unbarmherzig brennende Sonne, ist?

Natürlich, man packt reichlich Sonnencreme ein. Leichte Klamotten, kurze Hosen, T-Shirts. Man kauft sich in Sydney erstmal eine Sonnenbrille und einen Sonnenhut. Was man nicht mitnimmt, sind Dinge wie einen Regenschirm, viele warme Klamotten, Gummistiefel und Ähnliches. Ein schwerer Fehler in diesem Jahr, denn Australien hat soeben den regenreichsten Frühling seit über 50 Jahren erlebt.

Schön also, dass heute der Sommer anfängt! 1. Dezember – Adventszeit. Und eben meteorologischer Sommeranfang. Und wie schön, dass ich mal wieder zu dem ganz besonders netten Farmer zur Auberginen-Ernte durfte. Übrigens wurde uns bevor es losging noch zweimal von verschiedenen Leuten versichert, dass dieser es nicht böse meine und man die ganzen Beschimpfungen nicht persönlich nehmen solle. Er wäre eigentlich ein toller netter Kerl und das wäre einfach seine Art. Ich habe es mir angehört und meinen Teil dazu gedacht, allerdings nicht ausgesprochen. Duckmäusertum ist eine der besten Eigenschaften, die man als arbeitender Gast in diesem Land haben kann.

Das Gute an der Arbeit heute war, dass der nette Chef den ganzen Tag nicht dabei war. Das Schlechte an der Arbeit war der Grund dafür: es hat geschüttet wie aus Kübeln. Und zwar richtig. Nach zehn Minuten war ich trotz etwas Schutz durch die Auberginenstauden und einen von der Farm gestellten „rain coat“, der mehr etwas von einem Wehrmachtsmantel hatte, durchnässt bis unter die Haut. Gut, dachte ich mir, das gehört auch mal dazu. Die Klamotten trocknen schon irgendwann wieder und dank meiner wasserfesten Schuhe, die ich extra noch in Deutschland für gutes Geld gekauft habe um damit durchs Outback zu wandern (und ein bisschen in der Landwirtschaft zu arbeiten) waren wenigstens meine Füße trocken.

Doch das war natürlich nur ein temporärer Zustand. Wasserfeste Schuhe sind was Schönes, bringen aber wenig, wenn man durch knöcheltiefe Pfützen waten muss, ständig im Schlamm ausrutscht und man überhaupt es irgendwie immer wieder schafft, sich Schmutzwasser und Matsch mit einem Fuß in den anderen Schuh zu kicken. Nach einer Stunde hat einer meiner „Kollegen“, ein Australier, mit dem Vorarbeiter gesprochen und gesagt, dass wir nur weiterarbeiten, wenn wir wegen des Wetters besser bezahlt werden. Denn wenn man sowas acht Stunden lang macht, ist man am nächsten Tag garantiert krank. Und kann dann nicht mehr arbeiten. Der Chef hat darüber nur gelacht und gesagt, wir würden einfach bald aufhören. Also weiter.

Zur „smoko“, der obligatorischen 20-minütigen bezahlten Pause die man alle drei Stunden bekommen muss (was allerdings auch beileibe nicht überall und immer funktioniert) hat es dann aufgehört zu regnen, ich habe die Teiche aus meinen Schuhen geschüttet (Wirkung gleich null) und wir haben mit neuem Mut und der Ansage, jetzt doch die acht Stunden voll zu machen, weitergemacht. Bis zum nächsten kleinen Schauer, keine zwei Stunden später. Meine Klamotten hatten gerade angefangen zu trocknen. Jetzt wurden sie erst richtig nass. Der Begriff „Wolkenbruch“ tut diesem Regen völlig Unrecht, ist einfach nicht erschreckend genug. Dies war der Regen der dafür sorgt, dass in den Wüsten der Welt mehr Leute ertrinken als verdursten.

Nach zwanzig Minuten war die Arbeit dann beendet. Und ich war noch nie so nass in meinem Leben. Zum Glück mussten wir diesmal nur 30 Minuten auf den Bus für die Rückfahrt warten. Dann schnellstens unter eine warme Dusche und die Sachen irgendwie zum Trocknen aufhängen. Vor allem die Schuhe. Denn morgen müssen sie ja wieder arbeitstauglich sein.

Zum Abschluss noch ein paar Fotos die ich in der Pause gemacht habe. Sie vermitteln vielleicht nicht ganz einen Eindruck davon, wie es war, aber sie sind zumindest ein Anfang. Ansonsten gilt wohl, dass man sowas einfach mal selber mitmachen muss…

So sah es trocken am Vortag aus.

So sah es trocken am Vortag aus.

Und so dann nass. Durch diese Reihe habe ich mich persönlich durchgearbeitet.

Und so dann nass. Durch diese Reihe habe ich mich persönlich durchgearbeitet.

So sah ich danach aus. Vielen Dank an Fotograf Jacopo!

So sah ich danach aus. Vielen Dank an Fotograf Jacopo!

Diese Auberginen sind ein wenig zu klein zum Ernten, deswegen sind sie an den Pflanzen verblieben. Nur um mal einen Eindruck von der Ware zu vermitteln...

Diese Auberginen sind ein wenig zu klein zum Ernten, deswegen sind sie an den Pflanzen verblieben. Nur um mal einen Eindruck von der Ware zu vermitteln...

Alles anders und doch gleich

Montag, November 29th, 2010

Morgen bin ich seit zwei Wochen in Bundaberg, genau so lange wie ich in Sydney war. Und obwohl die letzten achtundvierzig Stunden sehr ereignisreich waren und vieles ganz anders war als bisher, habe ich doch das Gefühl, dass sich so langsam eine Routine einschleicht, dass ein Alltag entsteht dem ich nicht mehr entfliehen kann, und somit packt mich immer mehr die Unruhe. Aber der Reihe nach.

Samstag hatte ich frei und die viele Zeit habe ich genutzt, um mit Lisa und Fabian, zwei weiteren Deutschen hier aus dem Hostel, die Teil der immer größer werdenden „deutschen Clique“ sind, zu Aldi zu gehen. Eigentlich keine große Sache, aber wenn es bei endlich mal warmen Temperaturen über vier Kilometer Fußmarsch pro Strecke sind, überlegt man sich das doch zweimal. Jedenfalls ist Aldi auch in Australien sehr deutsch und vor allem sehr aldi-typisch, so dass es schon fast ein bisschen Heimat war, dort zu sein. Allerdings sind die Lebensmittel auch nicht wirklich billiger als die Hausmarken der großen Supermarktketten und wenn man nicht gerade Schoko-Weihnachtsmänner oder Lebkuchen kaufen will, lohnt sich der Ausflug eher nicht. Denn es gibt zwar auch Graubrot, das erste Brot, das ich hier gefunden habe, das nicht völlig weich und labbrig ist, dieses schmeckt aber so intensiv nach Kümmel, dass es fast ungenießbar ist. Aber wer weiß, wenn ich noch mal einen Tag frei habe (was ich natürlich nicht hoffe), laufe ich vielleicht noch mal hin.

Abends haben wir dann noch gemeinsam mit Bianca und Sebastian (wie gesagt, deutsche Clique) gekocht – Süßkartoffeln mit Bratwurst (vom Aldi), ein echter Festschmaus. Danach wollten die meisten dann noch weg, gemeinsam mit Mara und Anna (man kann es sich fast schon denken, natürlich auch Deutsche), ins „Central“, den angesagtesten weil einzigen Backpacker Club vor Ort. Weil Alkohol aber normalerweise unbezahlbar ist (ich glaube, ich habe das schon einmal erwähnt), wurde vorab eine Box „goon“ gekauft, billiger Wein wo es die 4 Liter Bag-in-Box schon ab 10 Dollar gibt. Da ich aber am nächsten Morgen arbeiten musste, bin ich noch mal kurz rüber in meine „unit“ (wir waren in einer anderen, die sehr viel einladender ist…) gegangen, um meine Sachen zu packen und vor allem die wichtigen Formulare für die neue Farm auszufüllen. Als ich zwanzig Minuten später wiederkam, waren die vier Liter Wein getrunken. Eine beeindruckende Leistung. Sebastian hat mir zum Glück noch ein letztes Glas gerettet, so dass ich wenigstens nicht ganz nüchtern los musste. Was auch vernünftig war, denn ganz nüchtern hätte ich bestimmt noch mal gründlich darüber nachgedacht, ob es sinnvoll ist, um zehn wegzugehen, wenn man um halb sechs aufstehen und zur Arbeit muss.

Das Weggehen war eigentlich recht ereignislos. Bis zum Rückweg. Da wurden wir dann, jetzt nur noch zu dritt, von einem völlig besoffenen australischen Halbwüchsigen angepöbelt, der ganz große Lust darauf hatte, sich mit mir zu prügeln. Seine Freunde wollten ihn zurückhalten, waren aber auch völlig überfordert, so dass er schließlich eine Latte aus einem Zaun gebrochen hat und uns in den Hof des Hostels gefolgt ist, der praktischerweise von Videokameras überwacht wird. Nur getraut zuzuschlagen hat er sich nicht, sondern nur weiter den großen Mann gemacht. In manchen Situationen ist es halt ganz praktisch, wenn man nicht die Ruhe verliert sondern die Contenance wahrt, egal was passiert. Auch wenn ich es eigentlich ganz nett gefunden hätte, hätte er versucht zuzuschlagen. Dann hätte ich vielleicht mal die ganzen aufgestauten Aggressionen abzubauen…

Sonntag morgen hatte ich dann doch etwas Probleme aus dem Bett zu kommen. Auf Dauer reichen fünf Stunden Schlaf die Nacht bei körperlicher Belastung einfach nicht aus. Aber immerhin, ich durfte mal etwas anderes machen: „rock melons“ (keine Ahnung, wie die im Deutschen heißen) ernten. Von sieben bis zwei waren wir auf dem Feld, mit ein paar recht netten Australiern, und haben Melonen aufgehoben. Dabei werden bei weitem nicht alle geerntet, sondern nur die, die wirklich reif sind. Die gleichen Reihen müssen also alle paar Tage gemacht werden. Je nachdem, wie es jetzt weitergeht, werde ich diese also nochmal wiedersehen. Da Melonen ja nicht ganz so klein und handlich sind, hat man bei der Ernte natürlich maschinelle Unterstützung. Wer mir sagen kann, wie die unten abgebildete Maschine bei der Ernte hilft, bekommt auch einen Preis, denn ich mag nicht mehr so viel schreiben.

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Achso, und so sehen übrigens die Melonen und das Feld aus:

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Ich habe auch zwei mitnehmen dürfen, allerdings keine „rock melons“ sondern noch mal andere, deren Namen ich nicht verstanden habe, die aber wohl eigentlich hauptsächlich in der Wüste wachsen und total süß und lecker sein werden. Heute Abend werden wir vielleicht mal wieder mit ein paar Leuten kochen, da kann ich dann den Nachtisch beisteuern.

Nachmittags habe ich dann mal wieder, wie jeden Tag, meinen Kontostand kontrolliert, und tatsächlich habe ich inzwischen nicht nur Geld verdient sondern auch bekommen. Statt der üblichen Null war da nämlich plötzlich etwas von A$880 zu lesen. Insofern war es also ein guter Tag, auch wenn der Rest des Nachmittags dann eher langweilig und vor allem ziemlich faul war. Der heutige Tag fing dann genauso an wie die meisten Tage. Kurz nach fünf aufstehen, zehn vor sechs zur Arbeit fahren, halb sieben anfangen zu arbeiten, heute mal Unkraut aus den Süßkartoffelpflanzen reißen. Und leider waren es heute nur vier Stunden Arbeit, da wir dann schon fertig waren und damit mal wieder ein viel zu kurzer Tag. Aber eine Sache war doch anders! Ich bin zum ersten Mal in Australien Auto gefahren! Auf der falschen (bzw. richtigen) Straßenseite. Denn da beide unsere Fahrer heute in der anderen Crew waren, musste einer aus unserer Crew auf der Farm und dann auch zurück fahren. Und ich habe natürlich laut hier geschrien. Überraschenderweise ist das mit dem Lenkrad rechts und dem links fahren auch gar nicht so gewöhnungsbedürftig wie ich es mir vorgestellt hatte. Nur der Rückspiegel ist völlig falsch positioniert, denn der kurze Blick nach oben rechts bringt sehr wenig um nicht zu sagen gar nichts. Aber meine sechs Mitfahrer haben auf jeden Fall alle überlebt und wir sind ohne Zwischenfälle zurück ins Hostel gekommen. Und wer jetzt meint, das sei keine besondere Leistung, kann ja mal einen Blick auf das tolle Gefährt werfen. Ich glaube in Deutschland wäre ich da nicht rein gestiegen, vom selber fahren ganz zu schweigen…

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Eigentlich ist also die letzten Tage echt viel passiert. Und trotzdem ist mir vornehmlich langweilig. So langweilig, dass ich sogar ganz heiß darauf bin bei Logan zu arbeiten, wo die Backpacker wohl wie der letzte Dreck behandelt werden. Aber dafür kann so ein Arbeitstag schon mal vierzehn Stunden dauern. Ein echter Traum.