Posts Tagged ‘personlich’

The Night Guy

Montag, Mai 14th, 2012

Ich bin mir nicht so sicher, ob ich diesen Eintrag wirklich schreiben soll. Und noch weniger, ob ich ihn veröffentlichen soll. Es ist in gewisser Hinsicht das Portrait eines meiner Kollegen bzw. genauer gesagt des anderen Nachtportiers hier im Hostel. Und ich weiss, dass er, wenn er jemals rausfinden würde, dass ich dies geschrieben habe, nur noch eins zu mir zu sagen hätte: “I’ll kill you!” Was allerdings, sollte man fairerweise erwähnen, er auch so ziemlich häufig zu mir und ungezählten anderen Leuten sagt. Immer mit einer komisch hohen Pieps-Stimme. Keine Ahnung was es damit auf sich hat. Auf jeden Fall bin ich mir ziemlich sicher, dass er es dann erst meinen würde. Aber ich schreibe dies trotzdem, denn auch wenn es auf den ersten Blick wie eine Offenlegung seines Charakters wirkt, so offenbart dieser Text doch eigentlich viel mehr über mich. Man muss nur vielleicht ein bisschen zwischen den Zeilen lesen.

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Je höher man fliegt…

Dienstag, Januar 17th, 2012

Nein, ich habe nicht mit Drogen experimentiert. Zumindest in keiner Weise, die weiter erwähnenswert wäre. Vielmehr habe ich festgestellt, dass man auch ganz ohne Hilfsmittel “high” sein kann. Und dass je höher man fliegt, desto tiefer man fällt. Oder es sich zumindest so anfühlt.

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Weihnachten fällt aus

Donnerstag, Dezember 22nd, 2011

Übermorgen ist Heiligabend. Höhepunkt der besinnlichsten Zeit des Jahres. Oder so in der Art. Denn mit dem zweiten australischen Weihnachten vor der Türe habe ich etwas vergessen, wie das alles eigentlich aussehen sollte.

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Ein anderes Leben – ein historisch-melancholischer Einwurf

Dienstag, Dezember 13th, 2011

Schau mal nach rechts. Nein, etwas weiter unten. Nicht bei “Pages”, noch weiter unten. Da wo die “Categories” aufgelistet sind. Australien hat inzwischen 102 Einträge. Etwas weiter unten ist “Movies” zu finden. Mit 627 Einträgen. Ganz schön viele. 627 Mal habe ich etwas geschrieben, was mit Filmen zu tun hatte. Hauptsächlich Filmkritiken. 586 um genau zu sein. Der letzte wurde vor fast 14 Monaten veröffentlicht, eine Woche bevor ich nach Australien aufgebrochen bin. Relikt eines anderen Lebens.

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Ohne Titel #32

Montag, Dezember 12th, 2011

Titellos nicht aus Ideenlosigkeit sondern ganz einfach, weil dieser Eintrag zu viele Themen enthält, die man nicht unter einem Titel zusammenfassen kann. Und vielleicht auch ein kleines bisschen aus Ideenlosigkeit und Faulheit. Aber hauptsächlich das Andere.

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Strohhalme. Schon wieder.

Montag, Dezember 5th, 2011

Es war ein komischer Tag. Schreibt er um halb sieben abends. Ich weiß, dass man den Tag nicht vor dem Abend loben soll, aber darf man schon vorzeitig Bilanz ziehen? In diesem Fall dürfte es auf keinen Fall ein Problem sein, denn egal was heute noch passieren wird (und ich vermute mal, dass es nicht viel sein wird), der Tag wird komisch bleiben. Komisch aber nicht lustig. Oder so. Keine Ahnung. Hat eigentlich irgendjemand eine Vorstellung davon, wie schwierig es ist, sein Leben so zu Papier zu bringen?

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Zu kurze Haare

Sonntag, Dezember 4th, 2011

Als ich mir vor kurzem die Haare ganz kurz habe schneiden lassen, hatte das gute Gründe: Der Friseurbesuch war überfällig, da mein wallendes Haupthaar mehr an eine unzähmbare Mähne erinnerte als an irgendetwas, was ein Mann auf dem Kopf tragen sollte. Längere Haare können zwar auch sehr adrett aussehen, bedeuten aber auch immer Arbeit. Wenn die Haare hingegen schön kurz sind, hat dies nahezu ungezählte Vorteile. Eine schnellere Morgentoilette. Komplimente hübscher Frauen. Nie wieder Probleme mit vom Wind zerzausten Haaren. Was ich allerdings nicht bedacht habe, ist die Symbolwirkung. Denn jeder der schon mal versucht hat, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen, kann sich vorstellen, wie viel schwerer diese sowieso schon nicht ganz einfache Aufgabe wird, wenn man sich an wenigen Millimeter kurzen Haaren festzukrallen versucht.

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Das Problem mit Strohhalmen

Montag, November 28th, 2011

Jeder Fan eines abstiegsbedrohten Fans weiß es ganz genau: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Jeder Funke Hoffnung wird aufgebauscht und angefacht um die Flamme am Leben zu erhalten. Selbst wenn alles aussichtslos scheint glaub man noch daran, dass es eine Rettung gibt. Man klammert sich an jeden Strohhalm. Doch wer jemals eine Strohhalm gesehen hat – egal ob einen echten oder eines dieser neumodischen Plastikdinger, die heute weit verbreiteter sind – weiß, dass diese nicht sehr stabil sind und nicht viel Hoffnung tragen können. Von den großen Dingen ganz abgesehen. Aber man klammert sich halt trotzdem dran.

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Baby Steps – Ganz kleine Schritte

Freitag, November 25th, 2011

Das Leben ist auf unendlich viele Arten beschrieben worden. Mal pragmatisch, mal lyrisch. Mal zynisch, mal voller Herzblut. Es gibt tausende Metaphern, die alle irgendetwas Wahres haben, aber auch alle daran scheitern, dieses große Ganze, dieses zugleich unbedeutend Kleine und Allumfassende, adäquat zu beschreiben. Trotzdem helfen sie, das Leben verständlich und greifbar zu machen. Und für mich persönlich kommt dabei keine der Wahrheit so nahe wie die Beschreibung des Lebens als Weg, denn man gehen muss. Der Lebensweg, sozusagen, auf dem man mal mit großen Schritten voranstürmt, mal Umwege macht, sich immer verirrt, der breit und flach und leicht zu gehen sein kann, aber oft auch nur ein schmaler Pfad durchs Dickicht ist, auf dem jeder Schritt ein Kampf ist.

Hier also, für all diejenigen, die sich über die wenig persönliche Natur dieser Berichterstattung beschwert haben, ein kleiner Einblick auf meinen Lebensweg, und was für Schritte ich darauf so mache und zu machen gedenke.

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