Posts Tagged ‘Melbourne’

Innigste Hassliebe

Montag, Juni 11th, 2012

Ich hasse Joggen. Meine Verachtung für diesen “Sport” kennt praktisch keine Grenzen. Es gibt wenige Dinge, die ich so schlimm finde wie sinnfrei und kopflos durch die Gegend zu laufen. Gibt es etwas Langweiligeres? Wahrscheinlich, aber spontan fällt mir nichts ein. Die ersten fünf Minuten sind ja noch zu ertragen, aber danach wird es immer schlimmer und schlimmer, bis ich irgendwann das Gefühl habe vor lauter Langeweile und aufgestauter Aggressionen am Liebsten die nächste rote Ampel ignorieren zu wollen und mich vor das erstbeste Auto werfen will. Ich bin in der Lage, vier Stunden auf einem Rennrad zu sitzen und dabei richtiggehend Spaß zu haben, aber dreißig Minuten Laufen sind einfach 29 zu viel. Wie kann es also sein, dass der heutige Tag das zweiwöchige Jubiläum ununterbrochenen morgenliches (…) Joggen markiert?

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Christoph Hartwig, Professioneller Skateboarder

Freitag, Juni 8th, 2012

Beim Durchblättern meines Blog-Archivs ist mir aufgefallen, dass ich zwar verdammt viel (und verdammt lange Einträge) schreibe, aber dass ich mich dabei doch auf sehr wenige Themen beschränke. Ein bisschen etwas über meine Arbeit (Noch zwei Wochen!) und meine Kollegen, viel über Entscheidungen und meine Unfähigkeit diese zu treffen (Werde ich morgen ein Auto kaufen? Niemand kann es sagen, ich am Allerwenigsten.) und ab und zu mal ein kurzer Bericht über einen Ausflug, einen Reiseabschnitt, garniert mit ein paar Fotos. Aber was ich so in meiner normalen Freizeit mache, womit ich mich beschäftige, wenn ich nicht arbeite oder über einfachen, doch unendlich schweren, Entscheidungen brüte, nun, das ist etwas, worüber ich kaum und viel zu selten schreibe. Deswegen heute mal ein Eintrag zu diesem Thema.

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Der Ball-Leistungsschalter

Mittwoch, Juni 6th, 2012

Ich hatte ja vor einigen Wochen doch ernste Bedenken, als ich über “The Night Guy” geschrieben habe. Nicht ganz unberechtigt, wie sich einige Zeit später herausstellte, als einige meiner Kollegen meinen Blog fanden und natürlich sofort wussten, um wen es ging und um welche Geschichte es sich handelt. Gut, das “Finden” meines Blogs lag wohl darin begründet, dass ich Doosh und Mark gefragt habe, ob sie etwas dagegen hätten, wenn ich das Panorama-Bild von ihnen an der Rezeption dort veröffentliche. Aber die Schuldfrage mal ganz außen vor gelassen kannten die beiden nun die Adresse und hatten auch dank der Übersetzungskünste von Google großen Spass daran, den ein oder anderen Eintrag zu lesen.

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Die 10 Ungeschriebenen Regeln der Nachtarbeit

Dienstag, Juni 5th, 2012

Vor einiger Zeit habe ich für einen anderen Blog (den, wo ich fürs Schreiben bezahlt werde und das nicht nur aus der Güte meines Herzens mache) einen Artikel namens “The 10 Unwritten Rules of Working Remotely” geschrieben. In Anlehnung daran – und weil man jede gute Idee ein zweites Mal verwenden sollte – jetzt also dieser Artikel über die Besonderheiten der Nachtarbeit. Denn mit inzwischen fast drei Monaten Erfahrung in der Nachtschicht bin ich ja schon fast eine graue Emminenz auf diesem Gebiet und damit auf jeden Fall bestens qualifiziert, über die ungeschriebenen Gesetze der Nachtarbeit zu schreiben. Und diese damit zu geschriebenen Gesetzen zu machen… Vielleicht sollte eines dieser Gesetze sein, dass man nach der Arbeit direkt ins Bett geht und nicht noch andere Dinge versucht fertig zu machen.

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Pinguine!

Sonntag, Juni 3rd, 2012

“Ein Ausflug nach St Kilda” wäre sicherlich ein passenderer Titel gewesen, aber manchmal muss man sich einfach für die Symmetrie entscheiden, auch wenn dann wenig über den Inhalt im Titel zu finden ist. Denn ich hatte ja schließlich versprochen, Pinguin-Bilder nachzuliefern. Aber die sind so schlecht geworden, dass sowohl der Inhalt als auch die Bilder mehr über den generellen Ausflug nach St Kilda erzählen als über die Pinguine.

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Possum!

Mittwoch, Mai 30th, 2012

Im Englischen gibt es einen Ausdruck, “to play possum”, der, soweit ich mich recht erinnern kann, sich totstellen bedeutet. Warum das so ist, verstehe ich allerdings ehrlich gesagt nicht, denn die Possums, denen ich bisher begegnet bin waren alle eher lebhaft. Ganz besonders die Unmengen, die jeden Abend mit Einbruch der Dämmerung in den Flagstaff Gardens, mitten im Zentrum von Melbourne, zu sehen sind. Im Deutschen heißen sie wohl Kusu oder auch Fuchskusu, aber ich bleibe lieber bei Possum.

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Die ersten Bilder

Dienstag, Mai 29th, 2012

Okay, es sind nicht die allerersten Bilder. Noch nicht einmal welche der ersten 100. Aber es sind die ersten, die veröffentlichungswürdig sind. Allerdings nur von der technischen Seite her, vom Inhalt her sicher noch nicht. Bis ich dazu komme, mal sehenswerte Aufnahmen zu machen, habt Ihr aber alle schon wieder vergessen, dass ich eine neue Kamera habe und meine liebe Schwester ist vor Neugier umgekommen. Hier also ein paar Bilder der Sony Alpha A57, aufgenommen in den letzten Tagen. Erklärungen, hoffentlich, überflüssig. Für die Vollansicht einfach auf das Bild klicken. Dringend empfohlen, da die Miniatur-Bilder irgendwie von WordPress verpixelt wurden.

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Eine Nacht zum Vergessen

Donnerstag, Mai 24th, 2012

Die meisten Nächte bei der Arbeit sind eintönig und langweilig und ich neige sehr dazu, mich genau darüber zu beschweren. Aber nach dieser Nacht werde ich sie sicherlich in Zukunft zu schätzen wissen. Und nicht nur, weil sie es mir erlauben, viel zu lesen. Sondern vor allem, weil sie so schön entspannt und problemfrei sind. Gestern ganz anders – eine unerfreuliche Geschichte nach der anderen. Und das von der ersten Minute an.

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The Night Guy

Montag, Mai 14th, 2012

Ich bin mir nicht so sicher, ob ich diesen Eintrag wirklich schreiben soll. Und noch weniger, ob ich ihn veröffentlichen soll. Es ist in gewisser Hinsicht das Portrait eines meiner Kollegen bzw. genauer gesagt des anderen Nachtportiers hier im Hostel. Und ich weiss, dass er, wenn er jemals rausfinden würde, dass ich dies geschrieben habe, nur noch eins zu mir zu sagen hätte: “I’ll kill you!” Was allerdings, sollte man fairerweise erwähnen, er auch so ziemlich häufig zu mir und ungezählten anderen Leuten sagt. Immer mit einer komisch hohen Pieps-Stimme. Keine Ahnung was es damit auf sich hat. Auf jeden Fall bin ich mir ziemlich sicher, dass er es dann erst meinen würde. Aber ich schreibe dies trotzdem, denn auch wenn es auf den ersten Blick wie eine Offenlegung seines Charakters wirkt, so offenbart dieser Text doch eigentlich viel mehr über mich. Man muss nur vielleicht ein bisschen zwischen den Zeilen lesen.

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Kein Privatleben

Mittwoch, Mai 9th, 2012

Die erste Sache, die ich zurzeit morgens, bzw. nach dem Aufstehen am mehr oder weniger frühen Nachmittag, mache, ist Joggen zu gehen. Es wirkt wahre Wunder wenn es darum geht, wach zu werden. Nach viel zu wenig Schlaf macht es einen neuen Menschen aus mir, der bereit ist den neuen Tag bzw. die neue Nacht in Angriff zu nehmen. Und wenn ich laufen gehe, dann führt mein Weg natürlich an der Rezeption vorbei. Geht auch nicht anders, wenn man an seinem Arbeitsplatz lebt. Und da gehen dann die Probleme los.

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