Posts Tagged ‘Melbourne’

4 Wochen London

Dienstag, Juni 4th, 2013

Heute bin ich seit vier Wochen in London. Und wie das häufig so ist bei so großen Veränderungen im Leben, scheint es gleichzeitig schon viel länger und doch erst viel kürzer zu sein. Irgendwie habe ich mich schon vollkommen angepasst und trotzdem immer noch nicht eingelebt. Und seit Wochen, also praktisch seit meiner Ankunft hier, will ich auch unbedingt mal über mein neues Leben bloggen. Aber irgendwie komme ich einfach nicht dazu. Hier also die absolute Kurzfassung der letzten 28 Tage:

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Reisestress

Montag, September 17th, 2012

Das Wort “Freizeitstress”, so furchtbar es auch sein mag, ist ja inzwischen im alltäglichen Sprachgebrauch angekommen. Und wer kennt es nicht, dass man sich so viele Dinge vornimmt und Pläne macht, dass die Zeit, die eigentlich zur Entspannung gedacht war, auf einmal tatsächlich in Stress ausartet. Das Wort “Reisestress” hingegen habe ich bisher niemanden (außer mir selbst) verwenden hören. Aber auch dieser ist vielleicht vielen nicht ganz unbekannt. Und wenn man länger unterwegs ist, ist er scheinbar fast vorprogrammiert.

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Wie bin ich denn hier gelandet?

Samstag, Juli 14th, 2012

Es ist 22:15. Das wäre nicht weiter relevant, wenn es nicht bedeuten würde, dass es in Deutschland jetzt 14:45 ist. Ich bin jetzt nämlich in South Australia und damit in einer anderen, etwas abwegigen, Zeitzone. Ob ich mich jemals an 7,5 Stunden Zeitverschiebung gewöhnen werde? Wahrscheinlich eher nicht, aber es sieht so aus, als würde ich diese jetzt eine ganze Weile “genießen” können. Und nicht, weil ich langfristig in Port Willunga bleiben will. Moment Mal, Port Willunga? Wo bitteschön ist das denn? Habt Ihr noch nie gehört? Ich bis Montag auch nicht, und jetzt bin ich seit Dienstag hier. Und das kam so:

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Auszeit

Mittwoch, Juli 4th, 2012

Seit einer Woche bin ich nun offiziell arbeitslos. Beide Jobs bin ich los. Die Nachtschicht los zu sein trifft mich nicht hart, auch wenn der Abschied vom Melbourne Metro YHA und meinen Kollegen schwer fällt. Um meinen “Blog-Job” tut es mir schon mehr leid, aber die sechs Monate, die ich maximal für einen Arbeitgeber arbeiten kann, sind vorbei und damit werde ich wohl bis zum Ende meines Australienaufenthalts kein Einkommen mehr haben. Was auf einmal in den letzten Wochen ganz schön bedrohlich klang und bei mir nicht gerade für Begeisterung sorgte. Dann kamen noch ein paar andere Sorgen hinzu und plötzlich fühlte ich mich mal wieder völlig überfordert. Meine Lösung? Zeit für eine Pause, eine Auszeit.

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Man soll gehen, wenn’s am Schönsten ist

Dienstag, Juni 26th, 2012

Man soll gehen, wenn’s am Schönsten ist. Nach diesem Grundsatz hätte ich Melbourne schon vor einigen Wochen verlassen sollen, als es mir so gut wie nie ging. Allerdings gab es dann doch noch gewisse Verpflichtungen, auch bekannt als Arbeit, und außerdem konnte ich ja nicht ahnen, dass ich mal wieder einige Dinge nicht unbedingt besser machen würde. Aber wie dem auch sei, schön ist es immer noch und so ist es dann jetzt auch an der Zeit zu gehen.

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Nachtschicht im Nichtschacht

Freitag, Juni 22nd, 2012

Es ist zwanzig vor vier, also frühester Morgen. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ich der Meinung bin, dass der Titel dieses Beitrags lustig ist. In etwas mehr als drei Stunden ist meine Zeit als festangestellter Nachtportier vorbei. Es ist also meine letzte Nacht und es ist Zeit, Abschied zu nehmen. Zum Glück erstmal nur von der nächtlichen Arbeit, denn bis ich Melbourne verlasse wird noch ein bisschen Zeit vergehen.

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Jungfernfahrt

Mittwoch, Juni 20th, 2012

Wenn Schiffe das erste Mal die Anker lichten, werden sie vorher getauft. Jungfernflüge neuer Linienflugzeuge verursachen großen Medienansturm. Als ich das erste Mal mit meinem neuen Auto gefahren bin, war dies die Überführungsfahrt von St Kilda, wo ich es abgeholt habe, nach North Melbourne. Die zweite Fahrt führte mich in die Werkstatt. Die dritte zur Zulassungsbehörde. Danach war es dann auch wirklich richtig *mein* Auto und somit hatte ich beschlossen, für den nächsten Tag, den letzten Samstag, die “offizielle” Jungfernfahrt anzusetzen, um mein Auto gebührend einzuweihen.

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Wie gewonnen, so zerronnen

Montag, Juni 18th, 2012

Nichts im Leben ist konstant. Nichts bleibt. Alles ändert sich, manchmal zum Guten, manchmal zum Schlechten. Die meisten Veränderungen sind sowohl Gewinn als auch Verlust. Diese und andere Gedanken schwirren mir dieser Tage im Kopf herum, während mein Abschied von Melbourne näherrückt. Abschied von Melbourne, fragt Ihr? Aber ja, das habe ich doch immer wieder betont. Ich wollte doch nur den Sommer hier verbringen. Gut, jetzt sind es am Ende mehr als 9 Monate geworden. (Ja, wirklich so lange, wenn man mal von kleineren oder größeren Ausflügen absieht.) Und danach noch die Hälfte des Kontinents sehen, die ich bisher noch nicht erkundet habe. Den wilden Westen, wo sich deutlich weniger Reisende hin verirren und wo die Natur noch unberührt ist vom Massentourismus. Dafür leidet sie unter den Bodenschätzen, die dort in Masse gefördert werden. Aber das Land ist so weit und so dünn besiedelt, dass man trotzdem noch an scheinbar unbekannte Orte kommen kann.

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Ausgeschlafen

Sonntag, Juni 17th, 2012

Meinen Schlafrythmus als ungewöhnlich zu bezeichnen ist die einfachste Sache der Welt. Denn wenn man nachts arbeitet, und gleichzeitig schon gelegentlich Dinge am Tag zu tun hat oder auch einfach nur Tageslicht sehen will, lassen sich keine festen Bettzeiten finden. Nacht Arbeitsnächten schlafe ich meist von ungefähr 8 bis 14 Uhr – oder auch noch weniger. Wenn ich mal länger schlafen will, stelle ich fest, dass ich nach sechs Stunden einfach wach werde und egal wie müde ich bin, einfach nicht wieder einschlafen kann.

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Die längste Nacht

Donnerstag, Juni 14th, 2012

Ich habe ja schon häufiger erwähnt, dass mir bei der Arbeit (als Nachtportier im Hostel) ziemlich oft ziemlich langweilig ist. Es ist gerade absolute Nebensaison und es gibt Nächte, in denen von den 380 Betten noch nicht mal 100 belegt sind. Oft muss ich keinen einzigen Gast mehr einchecken. Manchmal verkaufe ich noch nicht mal eine Stunde Internetnutzung und muss das Geld in meiner Kasse nicht ein zweites Mal zählen. Das dritte Zählen (am Morgen) fällt sowieso immer flach.

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