Posts Tagged ‘Golden Globe’

Fabricated Truth 3.0

Freitag, Januar 18th, 2013

When I started this blog, more than five years ago, I had no idea where it was headed. I wrote about all manner of things, but mostly about film. I wrote literally hundreds of what I called “Minute Movie Reviews”, starting with Bottle Rocket and culminating, years later, with The Good German. I wrote about other things as well, but that was merely a sideshow. It was all about film. I wrote about the writers’ strike in Hollywood. I wrote about the Award Season (And for those that read German, I urge to again remember why the Golden Globes are no indication for the Oscars and are actually worthless.) . I wrote about films I particularly liked and even tried a more scholarly approach to them, once. The first Fabricated Truth was all about film.

This lasted for nearly three years. Three happy, fruitless years of consistent movie watching and misery. After which time, I went to Australia. The language of the blog changed to German and I wrote about my life on the other side of the world. I wrote about my travels. I wrote about my jobs. I wrote about my personal life. Or lack thereof. I even wrote about my struggles with depression and other, even more tedious forms of mental illness. A blog that had been about something I loved had turned into one about something I lived. The second incarnation of Fabricated Truth was all about myself.

I left Australia months. I came back to my native Germany six weeks ago – almost to the day. And on here, it has become quiet. Not a single word was written, let alone published. Well, this is about to change. (In roughly three minutes as I write this, once I click “Publish”.) It is time for Fabricated Truth 3.0, for the third attempt at this blog (not a blog, I’ve written others before and since). I’m not sure what it will be like. I’ll try to write about this and that. I’ll try to switch between languages every now and again. I might even add a third one, if things work out as planned. (Which they won’t, but still; it’s nice to dream.) I won’t make any promises I can’t keep, but I’ll try to write something at least twice a week. Not on a fixed schedule. Not to a deadline. Not with a word count to strive for. Just whenever and whatever springs to mind. There will probably be some stories of my trip(s) which have never made it on here. There will be the occassional movie review, if I feel the need to add something to the noise. And there will be a reprise of something that was a part of the first Fabricated Truth: fiction. I’ve written stories before, and some even on and for this blog. That’s something I want to do again. And hopefully, that will contribute to a new dawn for this little corner of the internet. It’s time someone switched the lights back on around here. And since I’m the only one with a key, it has to be me. I hope you are prepared for it.

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Oscar und der Autorenstreik

Sonntag, Februar 3rd, 2008

Ehe es völlig in Vergessenheit gerät: Ja, die Drehbuchautoren in USA streiken immer noch. Oder zumindest die meisten. Denn die WGA hat inzwischen eine große Anzahl von individuellen Verträgen mit einzelnen Studios und Produktionsfirmen geschlossen, ganz nach dem Vorbild von Worldwide Pants und United Artists. Die vollständige Liste: The Film Department, Intermedia, RKO Productions Inc, Lionsgate, Marvel Studios, Yari Film Group, Anonymous Content/Overt Operations, The Weinstein Company, United Artists, Sidney Kimmel Entertainment, Spyglass Entertainment, MRC, Jackson Bites, Mandate Films und Worldwide Pants

Währenddessen kommt die Oscar-Verleihung immer näher und noch immer geben sich die Organisatoren der Academy of Motion Picture Arts and Sciences optimistisch, dass die Veranstaltung wie geplant über die Bühne gehen kann. Allerdings haben sie in der vergangenen Woche noch einmal öffentlich die WGA dazu aufgerufen, die Veranstaltung nicht zu bestreiken. Diese plant aber weiterhin, dies zu tun, und laut SAG (Screen Actors’ Guild, deren Vertrag mit der AMPTP im Juli ausläuft…) werden die Schauspieler dann auch an der Oscarverleihung nicht teilnehmen, so dass dieser ein ähnliches Schicksal wie den Golden Globes droht.

Aber halt! Vielleicht tut sich ja doch noch vor der Veranstaltung etwas. Wie verschiedene Quellen berichten, darunter die nicht unbedingt unseriöse New York Times, sind die inoffiziellen Verhandlungen zwischen WGA und AMPTP sehr gut vorangekommen und eine Einigung ist in Sicht, vielleicht sogar noch rechtzeitig für die Oscar-Verleihung. Die WGA berichtet (inoffiziell), dass man sich in Worten einig sei und diese jetzt nur noch in eine Vertragsfassung gebracht werden müssen. Dass dies allerdings nicht von jetzt auf gleich gehen kann, beweisen die Verhandlungen zwischen der DGA (Directors’ Guild of America) und der AMPTP, die auch nach einer vorläufigen Übereinkunft noch einige Zeit dauerten, bis alles spruchreif war.

Aber vielleicht kommen wir alle doch noch in den Genuss, Jon Stewart ein zweites Mal als Gastgeber bei der Oscarverleihung zuzuhören. Der österreichische Film “Die Fälscher” wird übrigens als heißer Kandidat für den besten ausländischen Film gehandelt.

Golden Globes vergeben

Dienstag, Januar 15th, 2008

Am gestrigen Sonntag wurden in Los Angeles die Golden Globes verliehen. Dieser von der HFPA (Hollywood Foreign Press Association) vergebene Preis gilt schon seit einiger Zeit als nahezu bedeutungslos (die HFPA hat gerade mal 100 Mitglieder, ist also keine wirkliche Vertretung der ausländischen Journalisten in Hollywood) und die Zeiten als die Globes als optimale Indikatoren für die Oscars galten sind wohl auch vorbei. Aber dank dem Autorenstreik wurde alles noch ein bisschen unwichtiger: Statt der üblichen dreistündigen Show gab es nur eine halbstündige Pressekonferenz – ohne Stars, ohne Glanz, ohne Glamour.

Das Ergebnis war dann auch nicht sonderlich glamourös – kein Film konnte mehr als zwei Auszeichnungen davon tragen. Gewinner der Auszeichnungen als beste Filme waren “Abbitte” bei Dramen und “Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street” bei Komödien und Musicals. Dieser gewann auch den Award für den längsten Filmtitel sowie Johnny Depp die Auszeichnung als bester Schauspieler, während bei den Dramen hier Daniel Day-Lewis für “There Will Be Blood” (deutscher Titel noch nicht bekannt?) geehrt wurde. Bei den Damen wurden Julie Christie (“An Ihrer Seite“) sowie Marion Cotillard (“La Vie en rose“) ausgezeichnet. Als bester Animationsfilm wurde unverständlicherweise “Ratatouille” (dafür gibt es noch nicht mal einen Link…) ausgezeichnet, wo doch jeder weiß, dass der Simpsons Film um Längen besser war. Eine vollständige Liste der Gewinner kann beispielsweise hier (auf Englisch) oder hier (auf Deutsch) eingesehen werden.

Neben Auszeichnungen für Filme gibt es auch noch Golden Globes für Fernsehsendungen und -schauspieler, aber wer da gewonnen hat interessiert ja nun wirklich niemanden.

United Artists verdient seinen Namen wieder

Samstag, Januar 5th, 2008

Man mag über Tom Cruise (und seine Religion) ja denken, was man möchte, aber dumm ist er nicht. Während in Hollywood die Golden Globes vor dem Aus stehen, weil die Schauspieler, die dort als Preisempfänger auftreten sollten sich mit den streikenden Autoren solidarisiert und angekündigt haben, nicht zur Preisverleihung zu erscheinen, macht es Cruise David Letterman nach und mutiert zum Streikbrecher der besonderen Art. Cruise ist seit vergangenem Jahr Chef des Studios United Artists und hat es nach Jahrzehnten wieder zurück in die erste Liga der großen Studios gebracht. Und jetzt hat er (bzw. seine langjährige Produzentin Paula Wagner) mit der WGA ein Abkommen erzielt, dass es UA als erstem (und vorerst einzigem) Studio erlaubt, Drehbuchautoren zu beschäftigen.

Genauso wie das Abkommen zwischen Worldwide Pants (siehe letzer Eintrag) und der WGA ist dieser Vertrag auch Teil der neuen “divide & conquer” Strategie der WGA, mit der diese hofft, die in der AMPTP organisierten Studios zu Verhandlungen zu zwingen. Und offensichtlich scheint es zu funktionieren, den welche Firma kann es sich schon leisten, wenn einer der Hauptkonkurrenten einen solchen Wettbewerbsvorteil hat? Besonders schön ist natürlich, dass nicht irgendein Studio zum Streikbrecher wird, sondern ausgerechnet United Artists, dass in den 20er Jahren von damaligen Filmgrößen um Charlie Chaplin gegründet wurde, um die Macht der großen Studios zu brechen…

Offiziell ist das Ganze übrigens noch nicht, aber meine Quellen (ahem…) sprechen davon, dass die Bestätigung morgen folgen wird.

Golden Globe Nominierungen bekanntgegeben

Donnerstag, Dezember 13th, 2007

Heute wurden die Nominierungen für die Golden Globe Awards, die Auszeichnungen der Auslandsjournalisten Hollywoods, bekanntgegeben. (Eine schöne Übersicht gibt es beispielsweise hier.) Etwas überraschend konnte dabei vor allem “Abbitte” mit sieben Nominierungen, darunter Bester Film (Drama) sowie Bester Hauptdarsteller (für James McAvoy) und Beste Hauptdarstellerin (für Keira Knightley), sich als großer Favorit hervortun. Die Golden Globes gelten traditionell als gutes Anzeichen für die Nominierungen und Gewinner der Academy Awards (eher bekannt als Oscars). Dabei wird jedoch zwischen Drama und Komödie/Musical unterschieden, was die Anzahl der Auszeichnungen deutlich anwachsen lässt. Hinzu kommen Auszeichnungen für das amerikanische Fernsehen, allerdings fehlen die von der Oscar-Verleihung bekannten “technischen” Auszeichnungen wie Spezialeffekte oder Kostüme. Als beste Filme (Drama) sind diesmal rekordverdächtige sieben Filme nominiert. Wie gesagt, die interessante Gesamtliste sicherlich durch die Bank sehenswerter Filme kann hier eingesehen werden. Und wer es lieber deutsch mag, kann es beim Spiegel nachlesen (FAZ und SZ waren langsamer als ich, da habe ich zuerst geguckt). Übersetzt sind die Titel aber auch da nicht…