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You found what you were looking for!

Mittwoch, Januar 14th, 2009

Over the last several months, it has happened occassionally that people used a search engine and were brought to my site. Most of these searches were pretty straightforward and I’m fairly certain that the people looking for “die welle review” or “christoph hartwig” found what they were looking for. There were some other quests, however, that were fatally unfulfilled. Since at Fabricated Truth we do everything for our readers, even one time readers who are unlikely to ever return, here are some of the search terms along with a guess what the person was looking for – so that the next time they will find an answer. (weiterlesen …)

Der Fluch der Doppelnamen

Mittwoch, Januar 14th, 2009

Wie ich heute in der Zeitung lesen musste, hat es in Deutschland bisher kein Politiker (und vor allem keine Politikerin) mit einem Doppelnamen geschafft, eine Direktwahl auf Bundes- oder Landesebene zu gewinnen. Alle sind entweder über die jeweiligen Parteilisten ins Parlament eingezogen oder bekleide(te)n Ämter, für die sie ernannt und nicht gewählt wurden. Ja, es liegt allein am Doppelnamen, dass niemand jemals für Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Herta Däubler-Gmelin oder Heidemarie Wieczorek-Zeul abgestimmt hat. Es hat bestimmt nichts mit deren Persönlichkeit oder politischen Ansichten zu tun.

Eines ist allerdings ganz klar: Wenn Doppelnamen die Wahlchance senken, dann müssen einfache Künstlernamen sie gewaltig steigern. Politiker sollten sich also brasilianische Fußballer wie Pele oder Ronaldo zum Vorbild nehmen – deren Namen sind noch einfacher zu merken!

Diese These ist leider etwas schwierig wissenschaftlich zu belegen, da bisher kein Politiker den Mut zu einem solchen Schritt hatte. Mit einer Ausnahme: Angela Merkel. Ihr richtiger Name stand zwar auf dem Wahlzetteln und Wahlplakaten – aber alle Welt sprach und spricht nur von “Angie”. Kein Wunder also, dass Gerhard Schröder keine Chance hatte. Er hätte nur gewinnen können, hätte “Gerhardinho” auf dem Wahlzettel gestanden.

Aber zurück zu den Doppelnamen. Für Thorsten Schäfer-Gümbels Chancen in Hessen sehe ich nun leider schwarz. Das würde ich aber auch tun, wenn er als “Totti” antreten würde. Nicht sein Fehler – dafür darf er sich bei Andrea Ypsi-Lanti bedanken.

Mysteriöses am Sonntag II

Sonntag, Dezember 30th, 2007

Auch diesen Sonntag gibt es wieder ein kleines Mysterium zu Unterhaltung, nachdem seit dem letzten ja doch ein paar Wochen vergangen sind.

Da DVDs ja in erster Linie dazu dienen, weitere Filme des Vertriebs zu vermarkten, ist es nicht unüblich, dass ihnen ein kleiner Werbeprospekt beiliegt. Im Gegensatz zu den 20 Minuten Werbung vor jedem Disney Film, die sich nicht ausschalten lässt, ist dies durchaus zu verschmerzen und bisweilen informativ. Aber bei dem aktuellen Prospekt von Kinowelt war ich doch etwas überrascht. Mit großen Buchstaben stellt er die Frage: “SPASS an guten Filmen?”

Das die deutsche Rechtschreibung nicht jedermanns Sache ist und bisweilen mit Füßen getreten wird, wissen wir ja alle. Das ist nicht sonderlich mysteriös. Sehr mysteriös hingegen ist die Tatsache, dass darunter ein Bild aus dem Film “Mr. & Mrs. Smith” abgebildet ist. Natürlich hat jeder Mensch eine andere Auffassung davon, was ein guter Film ist. Es gibt bestimmt Leute, die “Mr. & Mrs. Smith” als guten Film bezeichnen würden (85% von ihnen arbeiten im Marketing von Kinowelt). Aber niemand der in seinem Leben mehr als zwei Filme gesehen hat, die die Aufnahme in den Prospekt geschafft haben, würde “Mr. & Mrs. Smith” auf den Titel setzen. Denn hinter diesem abschreckenden Bild verstecken sich unter anderem solche Highlights wie “Léon – der Profi”, “Die durch die Hölle gehen” und “Million Dollar Baby”. Und ich bin mir sicher, dass die Zielgruppe für solche Filme nicht zu den Leuten gehört, die “Mr. & Mrs. Smith” als guten Film bezeichnen. Aber wahrscheinlich sollte ich mich schon freuen, dass nicht Jar Jar Binks abgebildet wurde…

Mysteriöses am Sonntag

Sonntag, November 25th, 2007

Herzlich Willkommen zu “Mysteriöses am Sonntag”, der Kolumne in der ich über die großen Mysterien unser Zeit schreibe. Der Name ist dabei etwas irreführend, denn weder ist es Sonntag, während ich dies schreibe, noch ist es Sonntag, wenn der Leser es liest, denn bekanntlich ist Sonntag ja Feiertag im Internet.

Wie der ein oder andere sicherlich weiß, bin ich ein großer Radsportanhänger, sowohl passiv als auch aktiv. Deswegen bin ich auch Abonnent mehrer Zeitschriften, die den Radsport in allen seinen Formen, jedoch hauptsächlich als Straßenradsport (nicht dieses komische Mountainbike-Gedöns…), zum Thema haben. Als ich dabei heute die neueste Ausgabe einer dieser Zeitschriften durchblätterte, fiel mir, wie eigentlich immer, die Werbebeilage entgegen. Aber diesmal war es nicht ein Radhersteller, Radsportbekleidungshersteller oder Radzubehörhersteller, dessen Flyer mir in die Hände geriet. Nein, vielmehr war es ein Gutschein für ein vier-wöchiges Probeabo der Wochenzeitung “Junge Freiheit”. Noch nie davon gehört? Das überrascht mich wenig. Die “Junge Freiheit” hat nach eigenen Angaben gut 40.000 Leser und wirbt damit eine “der letzten konzernunabhängigen Zeitungen” zu sein. Die “konservative Wochenzeitung aus Berlin” (FAZ) macht sich Sorgen wie es mit Deutschland weitergeht. Das ist nicht ungewöhnlich, das tut jeder halbwegs intelligente Mensch in diesem Land. Interessant ist jedoch, dass die “Junge Freiheit” dabei so konservativ ist, dass sie oft (fälschlicherweise?) als rechtsextremistisch betrachtet wird. (Ich weiß, Wikipedia ist keine richtige Quelle, aber es ist so praktisch!) Und dabei sorgt sie sich doch nur um die Pressefreiheit und die Gleichschaltung aller Medien im Rahmen der politischen Korrektheit.

Die Frage, die ich mir jetzt stelle, das eigentlich mysteriöse, ist: Warum ausgerechnet Leser einer Radsportzeitschrift? Sind diese besonders jung? Besonders frei? Besonders konservativ? Besonders unabhängig? Besonders unangepasst?

Ich habe mich mit der Zeitung zu wenig beschäftigt, um mir eine Meinung darüber machen zu können, ob die Zeitung einfach nur konservativ oder womöglich tatsächlich rechtsextremistisch (und damit beispielsweise auch antidemokratisch) ist. Aber warum ausgerechnet Radsportinteressierte? Bei der Vielzahl fehlgeleiteter Werbemaßnahmen scheint mir dies doch noch einmal besonders absurd zu sein.

Ganz abgesehen davon, dass in Zeiten des Internets unabhängige Meinungen (wieder) leicht zu finden sind.