Posts Tagged ‘Bilder’

Reisestress

Montag, September 17th, 2012

Das Wort “Freizeitstress”, so furchtbar es auch sein mag, ist ja inzwischen im alltäglichen Sprachgebrauch angekommen. Und wer kennt es nicht, dass man sich so viele Dinge vornimmt und Pläne macht, dass die Zeit, die eigentlich zur Entspannung gedacht war, auf einmal tatsächlich in Stress ausartet. Das Wort “Reisestress” hingegen habe ich bisher niemanden (außer mir selbst) verwenden hören. Aber auch dieser ist vielleicht vielen nicht ganz unbekannt. Und wenn man länger unterwegs ist, ist er scheinbar fast vorprogrammiert.

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Photographierender Autodidakt

Montag, September 10th, 2012

Der aufmerksame Leser mag es schon bemerkt haben: es gibt dieser Tage zwei Arten von Berichten hier. Die einen sind die klassischen Reiseberichte. „Und dann habe ich das gemacht.“ Die anderen sind mehr Anekdoten, die nicht unbedingt der Chronologie folgen, sondern Leute oder Dinge, die mich während der Reise beschäftigt haben, betreffen. Und bevor ich den versprochenen Bericht über den Ausflug zum Uluru hier einstelle, will ich an einem Beispiel mein neues Hobby, die Photographie, in den Mittelpunkt stellen und dabei so einiges über mich verraten.

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Die lieben Reisegefährten

Montag, September 3rd, 2012

Wenn man zwei Jahre in einem Land hauptsächlich mit Reisen verbringt, trifft man eine Menge Leute. Die meisten sind nur oberflächliche Bekanntschaften, die ganz schnell vergessen sind. Die meisten vergisst man auch gerne am nächsten Tag wieder, den leider gibt es mehr nervige Leute auf dieser Welt als nette. Aber man findet immer auch Leute, die einem sympathisch sind und deren Gesellschaft man schätzt, zumindest für eine kurze Zeit. Und gelegentlich gibt es sogar Leute, die zu echten Freunden werden und mit denen man auch liebend gerne gemeinsam reist und von denen man sogar weiß, dass man sie wiedersehen wird, wenn sich die Wege Down Under getrennt haben. Die beiden Engländerinnen, Rosie und Nikki, die in Adelaide in meinem Auto Platz genommen haben, gehören nicht zu dieser Sorte. Sie sind vielmehr das genaue Gegenteil: die schlimmsten Menschen, die ich hier je getroffen habe.

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Jungfernfahrt

Mittwoch, Juni 20th, 2012

Wenn Schiffe das erste Mal die Anker lichten, werden sie vorher getauft. Jungfernflüge neuer Linienflugzeuge verursachen großen Medienansturm. Als ich das erste Mal mit meinem neuen Auto gefahren bin, war dies die Überführungsfahrt von St Kilda, wo ich es abgeholt habe, nach North Melbourne. Die zweite Fahrt führte mich in die Werkstatt. Die dritte zur Zulassungsbehörde. Danach war es dann auch wirklich richtig *mein* Auto und somit hatte ich beschlossen, für den nächsten Tag, den letzten Samstag, die “offizielle” Jungfernfahrt anzusetzen, um mein Auto gebührend einzuweihen.

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Pinguine!

Sonntag, Juni 3rd, 2012

“Ein Ausflug nach St Kilda” wäre sicherlich ein passenderer Titel gewesen, aber manchmal muss man sich einfach für die Symmetrie entscheiden, auch wenn dann wenig über den Inhalt im Titel zu finden ist. Denn ich hatte ja schließlich versprochen, Pinguin-Bilder nachzuliefern. Aber die sind so schlecht geworden, dass sowohl der Inhalt als auch die Bilder mehr über den generellen Ausflug nach St Kilda erzählen als über die Pinguine.

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Possum!

Mittwoch, Mai 30th, 2012

Im Englischen gibt es einen Ausdruck, “to play possum”, der, soweit ich mich recht erinnern kann, sich totstellen bedeutet. Warum das so ist, verstehe ich allerdings ehrlich gesagt nicht, denn die Possums, denen ich bisher begegnet bin waren alle eher lebhaft. Ganz besonders die Unmengen, die jeden Abend mit Einbruch der Dämmerung in den Flagstaff Gardens, mitten im Zentrum von Melbourne, zu sehen sind. Im Deutschen heißen sie wohl Kusu oder auch Fuchskusu, aber ich bleibe lieber bei Possum.

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Die ersten Bilder

Dienstag, Mai 29th, 2012

Okay, es sind nicht die allerersten Bilder. Noch nicht einmal welche der ersten 100. Aber es sind die ersten, die veröffentlichungswürdig sind. Allerdings nur von der technischen Seite her, vom Inhalt her sicher noch nicht. Bis ich dazu komme, mal sehenswerte Aufnahmen zu machen, habt Ihr aber alle schon wieder vergessen, dass ich eine neue Kamera habe und meine liebe Schwester ist vor Neugier umgekommen. Hier also ein paar Bilder der Sony Alpha A57, aufgenommen in den letzten Tagen. Erklärungen, hoffentlich, überflüssig. Für die Vollansicht einfach auf das Bild klicken. Dringend empfohlen, da die Miniatur-Bilder irgendwie von WordPress verpixelt wurden.

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Das letzte Bild

Samstag, Mai 26th, 2012

Wer mich kennt, weiß wie schwer ich mich immer mit Entscheidungen tue. Wie sehr ich kämpfen muss, um überhaupt irgendetwas entscheiden zu können. Und wenn es nur die Frage ist, ob ich italienisch oder chinesisch zu Abend esse. Und je größer die Tragweite einer Entscheidung wird, desto schwieriger wird es für mich, diese zu treffen.

Aber immerhin habe ich auch in dieser Frage große Fortschritte gemacht und manchmal habe ich tatsächlich eine Präferenz. Und wenn ich keine habe, nun, dann bin ich gelegentlich trotzdem in der Lage etwas zu entscheiden, selbst wenn ich mich hinterher noch ewig frage, ob es die richtige Entscheidung war.

Zurzeit gibt es einige Entscheidungen, die mich beschäftigen. Entscheidungen darüber, wie es weitergehen soll und was ich machen werde. Sowohl kurzfristig, wenn mein Arbeitsvertrag endet, als auch längerfristig, wenn ich Australien verlassen werde. Und diese Entscheidungen sind wahrlich nicht einfach. Wären es wohl auch nicht für entscheidungsfreudige Leute. Und so sitze ich da und grüble. Und grüble. Und grüble. Und grüble.

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Australische Tierwelt

Freitag, November 11th, 2011

Ich weiß, es ist mal wieder schon viel zu lange her, dass ich zuletzt etwas geschrieben habe. Wenn man mal von dem peinlichen Gedicht absieht, ist es schon wieder ein Monat. Die einfache Wahrheit ist: ich habe signifikante Motivationsprobleme. Das macht nicht nur die Jobsuche, auf der ich mich immer noch befinde, schwierig, sondern bedeutet leider auch, dass Reiseberichte ausbleiben. Denn auch wenn es gerade nichts Berichtenswertes gibt, so gibt es doch viele ausstehende Geschichten, die ich eigentlich mal erzählen könnte.

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Völlig durchnässt

Mittwoch, Dezember 1st, 2010

Als ich für Australien gepackt habe, habe ich auch viel über das Wetter nachgedacht. Was nimmt man Ende Oktober mit, wenn man in den Frühling fliegt? Was braucht man in einem Land, das bekannt für sein warmes Wetter, für die unbarmherzig brennende Sonne, ist?

Natürlich, man packt reichlich Sonnencreme ein. Leichte Klamotten, kurze Hosen, T-Shirts. Man kauft sich in Sydney erstmal eine Sonnenbrille und einen Sonnenhut. Was man nicht mitnimmt, sind Dinge wie einen Regenschirm, viele warme Klamotten, Gummistiefel und Ähnliches. Ein schwerer Fehler in diesem Jahr, denn Australien hat soeben den regenreichsten Frühling seit über 50 Jahren erlebt.

Schön also, dass heute der Sommer anfängt! 1. Dezember – Adventszeit. Und eben meteorologischer Sommeranfang. Und wie schön, dass ich mal wieder zu dem ganz besonders netten Farmer zur Auberginen-Ernte durfte. Übrigens wurde uns bevor es losging noch zweimal von verschiedenen Leuten versichert, dass dieser es nicht böse meine und man die ganzen Beschimpfungen nicht persönlich nehmen solle. Er wäre eigentlich ein toller netter Kerl und das wäre einfach seine Art. Ich habe es mir angehört und meinen Teil dazu gedacht, allerdings nicht ausgesprochen. Duckmäusertum ist eine der besten Eigenschaften, die man als arbeitender Gast in diesem Land haben kann.

Das Gute an der Arbeit heute war, dass der nette Chef den ganzen Tag nicht dabei war. Das Schlechte an der Arbeit war der Grund dafür: es hat geschüttet wie aus Kübeln. Und zwar richtig. Nach zehn Minuten war ich trotz etwas Schutz durch die Auberginenstauden und einen von der Farm gestellten „rain coat“, der mehr etwas von einem Wehrmachtsmantel hatte, durchnässt bis unter die Haut. Gut, dachte ich mir, das gehört auch mal dazu. Die Klamotten trocknen schon irgendwann wieder und dank meiner wasserfesten Schuhe, die ich extra noch in Deutschland für gutes Geld gekauft habe um damit durchs Outback zu wandern (und ein bisschen in der Landwirtschaft zu arbeiten) waren wenigstens meine Füße trocken.

Doch das war natürlich nur ein temporärer Zustand. Wasserfeste Schuhe sind was Schönes, bringen aber wenig, wenn man durch knöcheltiefe Pfützen waten muss, ständig im Schlamm ausrutscht und man überhaupt es irgendwie immer wieder schafft, sich Schmutzwasser und Matsch mit einem Fuß in den anderen Schuh zu kicken. Nach einer Stunde hat einer meiner „Kollegen“, ein Australier, mit dem Vorarbeiter gesprochen und gesagt, dass wir nur weiterarbeiten, wenn wir wegen des Wetters besser bezahlt werden. Denn wenn man sowas acht Stunden lang macht, ist man am nächsten Tag garantiert krank. Und kann dann nicht mehr arbeiten. Der Chef hat darüber nur gelacht und gesagt, wir würden einfach bald aufhören. Also weiter.

Zur „smoko“, der obligatorischen 20-minütigen bezahlten Pause die man alle drei Stunden bekommen muss (was allerdings auch beileibe nicht überall und immer funktioniert) hat es dann aufgehört zu regnen, ich habe die Teiche aus meinen Schuhen geschüttet (Wirkung gleich null) und wir haben mit neuem Mut und der Ansage, jetzt doch die acht Stunden voll zu machen, weitergemacht. Bis zum nächsten kleinen Schauer, keine zwei Stunden später. Meine Klamotten hatten gerade angefangen zu trocknen. Jetzt wurden sie erst richtig nass. Der Begriff „Wolkenbruch“ tut diesem Regen völlig Unrecht, ist einfach nicht erschreckend genug. Dies war der Regen der dafür sorgt, dass in den Wüsten der Welt mehr Leute ertrinken als verdursten.

Nach zwanzig Minuten war die Arbeit dann beendet. Und ich war noch nie so nass in meinem Leben. Zum Glück mussten wir diesmal nur 30 Minuten auf den Bus für die Rückfahrt warten. Dann schnellstens unter eine warme Dusche und die Sachen irgendwie zum Trocknen aufhängen. Vor allem die Schuhe. Denn morgen müssen sie ja wieder arbeitstauglich sein.

Zum Abschluss noch ein paar Fotos die ich in der Pause gemacht habe. Sie vermitteln vielleicht nicht ganz einen Eindruck davon, wie es war, aber sie sind zumindest ein Anfang. Ansonsten gilt wohl, dass man sowas einfach mal selber mitmachen muss…

So sah es trocken am Vortag aus.

So sah es trocken am Vortag aus.

Und so dann nass. Durch diese Reihe habe ich mich persönlich durchgearbeitet.

Und so dann nass. Durch diese Reihe habe ich mich persönlich durchgearbeitet.

So sah ich danach aus. Vielen Dank an Fotograf Jacopo!

So sah ich danach aus. Vielen Dank an Fotograf Jacopo!

Diese Auberginen sind ein wenig zu klein zum Ernten, deswegen sind sie an den Pflanzen verblieben. Nur um mal einen Eindruck von der Ware zu vermitteln...

Diese Auberginen sind ein wenig zu klein zum Ernten, deswegen sind sie an den Pflanzen verblieben. Nur um mal einen Eindruck von der Ware zu vermitteln...