Golden Globes vergeben

Am gestrigen Sonntag wurden in Los Angeles die Golden Globes verliehen. Dieser von der HFPA (Hollywood Foreign Press Association) vergebene Preis gilt schon seit einiger Zeit als nahezu bedeutungslos (die HFPA hat gerade mal 100 Mitglieder, ist also keine wirkliche Vertretung der ausländischen Journalisten in Hollywood) und die Zeiten als die Globes als optimale Indikatoren für die Oscars galten sind wohl auch vorbei. Aber dank dem Autorenstreik wurde alles noch ein bisschen unwichtiger: Statt der üblichen dreistündigen Show gab es nur eine halbstündige Pressekonferenz – ohne Stars, ohne Glanz, ohne Glamour.

Das Ergebnis war dann auch nicht sonderlich glamourös – kein Film konnte mehr als zwei Auszeichnungen davon tragen. Gewinner der Auszeichnungen als beste Filme waren “Abbitte” bei Dramen und “Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street” bei Komödien und Musicals. Dieser gewann auch den Award für den längsten Filmtitel sowie Johnny Depp die Auszeichnung als bester Schauspieler, während bei den Dramen hier Daniel Day-Lewis für “There Will Be Blood” (deutscher Titel noch nicht bekannt?) geehrt wurde. Bei den Damen wurden Julie Christie (“An Ihrer Seite“) sowie Marion Cotillard (“La Vie en rose“) ausgezeichnet. Als bester Animationsfilm wurde unverständlicherweise “Ratatouille” (dafür gibt es noch nicht mal einen Link…) ausgezeichnet, wo doch jeder weiß, dass der Simpsons Film um Längen besser war. Eine vollständige Liste der Gewinner kann beispielsweise hier (auf Englisch) oder hier (auf Deutsch) eingesehen werden.

Neben Auszeichnungen für Filme gibt es auch noch Golden Globes für Fernsehsendungen und -schauspieler, aber wer da gewonnen hat interessiert ja nun wirklich niemanden.

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