United Artists verdient seinen Namen wieder

Man mag über Tom Cruise (und seine Religion) ja denken, was man möchte, aber dumm ist er nicht. Während in Hollywood die Golden Globes vor dem Aus stehen, weil die Schauspieler, die dort als Preisempfänger auftreten sollten sich mit den streikenden Autoren solidarisiert und angekündigt haben, nicht zur Preisverleihung zu erscheinen, macht es Cruise David Letterman nach und mutiert zum Streikbrecher der besonderen Art. Cruise ist seit vergangenem Jahr Chef des Studios United Artists und hat es nach Jahrzehnten wieder zurück in die erste Liga der großen Studios gebracht. Und jetzt hat er (bzw. seine langjährige Produzentin Paula Wagner) mit der WGA ein Abkommen erzielt, dass es UA als erstem (und vorerst einzigem) Studio erlaubt, Drehbuchautoren zu beschäftigen.

Genauso wie das Abkommen zwischen Worldwide Pants (siehe letzer Eintrag) und der WGA ist dieser Vertrag auch Teil der neuen “divide & conquer” Strategie der WGA, mit der diese hofft, die in der AMPTP organisierten Studios zu Verhandlungen zu zwingen. Und offensichtlich scheint es zu funktionieren, den welche Firma kann es sich schon leisten, wenn einer der Hauptkonkurrenten einen solchen Wettbewerbsvorteil hat? Besonders schön ist natürlich, dass nicht irgendein Studio zum Streikbrecher wird, sondern ausgerechnet United Artists, dass in den 20er Jahren von damaligen Filmgrößen um Charlie Chaplin gegründet wurde, um die Macht der großen Studios zu brechen…

Offiziell ist das Ganze übrigens noch nicht, aber meine Quellen (ahem…) sprechen davon, dass die Bestätigung morgen folgen wird.

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