Es folgt: ein Reisebericht. Oder zwei.

Sechs lange Wochen sind ins Land gegangen, seitdem ich etwas an dieser Stelle veröffentlicht habe. Eine unfassbar und unverschämt lange Zeit. Die Vorsitzende meines Fan-Clubs (in anderen Kreisen auch als meine Mutter bekannt) schreibt nahezu täglich E-Mails und fordert neues Material. Und ich, treusorgender Sohn, verspreche natürlich jedes Mal, ganz bald wieder etwas zu schreiben. Und nehme es mir auch ganz fest vor. Aber irgendwie kommt dann immer etwas dazwischen. Wer mit mir bei facebook befreundet ist, kennt einige der Dinge, die so dazwischen gekommen sind. Denn auch wenn ich mir bei meiner Anmeldung vor nunmehr fast anderthalb Jahren vorgenommen habe, dass ich es nicht als Mitteilungswerkzeug benutze, sondern weiterhin regelmäßig blogge, ist es doch so, dass drei Zeilen “Status-Update” schnell geschrieben sind, ein Blog-Eintrag aber doch mehr Zeit, Ruhe und Arbeit erfordert.

Diese Ruhe ist auf einem epischen Roadtrip halt doch sehr schwer zu finden. Wenn man so unterwegs ist, hat man abends bestenfalls mal Zeit, ein paar Notizen zu machen. Und Internet gibt es im Outback sowieso nicht. Dann bin ich zu allem Überfluss auch noch richtig krank geworden und habe somit die Zeit in Alice Springs nicht nutzen können, um mal über die erste Woche der Reise zu schreiben. Dann ging der Reisestress, der jeden Alltagsstress übertreffen kann, wieder los und ich war schlichtweg mit anderen Dingen beschäftigt.

Seit zwei Wochen bin ich nun in Darwin und damit hier schon viel länger als eigentlich geplant und habe aber auch in dieser Zeit kein Wort geschrieben, keine Bilder veröffentlicht, schlichtweg die Interessen meiner Leserschaft komplett vernachlässigt. Und das nur, weil auch hier wieder nur Chaos und Unordnung war und ich kaum etwas geschafft bekommen habe und ganz einfach nicht die Ruhe gefunden habe, mich mal für ein paar Stunden hinzusetzen und wirklich zu schreiben. Wenn ich mal versucht habe, habe ich meist nur dagesessen und das Internet zum Informieren über die Neuigkeiten im Weltgeschehen genutzt und andernfalls Zeit vor dem Monitor totgeschlagen. Es war eine regelrechte Schreibblockade, kombiniert mit der ärgerlichen Suche nach günstiger Unterkunft und dem Warten darauf, dass es weitergeht, die Veröffentlichungen komplett gestoppt hat.

Aber das soll, nein muss, jetzt alles besser werden. In mühevoller Vorarbeit habe ich schon mal die Titel für ein gutes Dutzend Blog-Artikel verfasst und inzwischen auch angefangen, die Bilder dafür auszusuchen. Und jetzt werde ich mich auch ans Schreiben machen. Und damit die treue Leserschaft das nicht alles an einem Tag verschlingen muss, wird es ab sofort wieder geplante Veröffentlichungen geben. Montags und Donnerstags, immer um 16 Uhr Melbourner Zeit (8 Stunden vor Deutschland, die Stadt lässt mich einfach nicht los), wird es etwas neues zu lesen geben. Ich schreibe dies gut 24 Stunden bevor es damit losgehen soll und hoffe, dass ich bis Donnerstag auch einen zweiten Artikel fertiggestellt habe. Wenn zur Abwechslung die Dinge mal so funktionieren, wie ich mir das vorstelle (was garantiert nicht der Fall sein wird), sollten die Einträge über meine Erlebnisse zwischen Adelaide und Darwin lange genug vorhalten, dass ich schon wieder über neue Erlebnisse schreiben kann, bevor eine Pause eintritt.

[An dieser Stelle auch noch der Hinweis, dass ich dabei bin, die Kategorisierung der Einträge zu überarbeiten. Wenn es also jemandem danach ist, alte Einträge über meine Zeit in Australien zu lesen, kann er oder sie jetzt durch die Kategorien auf der rechten Seite deutlich leichter eine Vorauswahl treffen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Beschränkung über meine Beschwerden über die diversen Jobs, die ich in mehr als 21 Monaten hatte? Ganz einfach über "Arbeitsberichte" zu erreichen! Wobei die Rekategorisierung aller Einträge noch eine Weile dauern wird, sind ja doch inzwischen mehr als 130.]

Somit werden die Informationen auf dieser Seite also nicht immer die aktuellsten sein. Aber es wird zumindest wieder welche geben und mit einigen Wochen Verzögerung kann mein Fan-Club dann auch erfahren, was ich so gemacht und erlebt habe. In diesem Sinne, bis Donnerstag, wenn es postapokalyptisch wird!

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