Fünf Tage Südaustralien

Gestern habe ich mit meiner Ankunft in Port Willunga am Dienstag Abend abgeschlossen. Jetzt folgt der Bericht über meine fünf Tage in Südaustralien. Wobei ich ja noch nicht wieder aus dem Statt raus bin. (Schreibt er 24 Stunden vor der Veröffentlichung, als ob er so etwas wissen könnte.) Fünf Tage, an denen ich irgendwie nicht viel gesehen, aber trotzdem viel erlebt habe.

Mein Hauptziel in Adelaide – etwa fünfzig Kilometer nördlich von Port Willunga gelegen – war es, Mitreisende für die Fahrt nach Perth oder Darwin zu finden. Den ersten Teil meines epischen Roadtrips um die westliche Hälfte des Kontinents habe ich ja noch alleine machen können, aber von hier aus ist das Alleinefahren nicht nur zu teuer, sondern auch ein bisschen gefährlich.

Also bin ich Mittwoch morgen in die Stadt reingefahren, um im Internet Anzeigen zu veröffentlichen (die Internetverbindung in der 150 Jahre alten “Dairy”, wo ich wohnen durfte, war etwas schwach), in den Hostels Notizen an die Schwarzen Bretter zu hängen, und natürlich auch etwas von der Stadt zu sehen und noch ein paar wichtige Dinge einzukaufen – wie eine Kopie des Buches, dass ich Montag zurück in die Bibliothek gebracht habe, obwohl ich es noch nicht ausgelesen hatte (Midnight’s Children, von Salman Rushdie; sehr empfehlenswert). Habe allerdings von den ganzen Dingen kaum etwas geschafft, da mich die Parkplatzsituation in dieser Stadt völlig überfordert hat und ich auch nicht so recht motiviert war, Leute zum Mitreisen zu suchen bzw. die umständlichen Anzeigen dafür zu schreiben. Habe stattdessen ein bisschen die Stadt angeguckt, meine Kamera den ganzen Tag mitgeschleppt und genau drei Bilder gemacht (davon zwei vom gleichen Motiv…), noch ein anderes Buch gekauft und dann Bec getroffen, die mir Unmengen an Tipps für die Stadt und auch die Umgebung gegeben hat. Tipps, von denen ich bisher genau einem gefolgt bin. Wie gut, dass ich plane, im Oktober noch einmal hierher zu kommen.

Donnerstag habe ich mir dann bei strahlendem Sonnenschein erstmal Port Willunga angesehen. Winziger Ort und nicht sehr sehenswert, aber der Strand ist ganz nett und das Star of Greece Café, das angeblich das Lieblingscafé von Kylie Minogue ist, die dort regelmäßig mit dem Hubschrauber ankommt, sieht von außen auch nicht schlecht aus. Ich bin dann allerdings lieber nach Willunga reingefahren, einer netten Hippie-Kleinstadt, und habe die Ortschaften an der Küste hinter mir gelassen. Zuletzt bin ich noch ins McLaren Vale gefahren, eine der bekanntesten Weingegenden Südaustraliens, und habe mich dort durch die Shiraz durchprobiert, bis ich den perfekten gefunden habe, um ihn abends in der eiskalten Dairy am Kamin zu genießen.

Freitag bin ich dann wieder nach Adelaide reingefahren, jetzt mit geschalteten Anzeigen und auch sonst besser vorbereitet, und habe Mona und Lok getroffen. Mona habe ich bei einer Kleinanzeigenseite gefunden, da sie genau die gleichen Pläne wie ich hatte und habe ihr vorgeschlagen, dass wir uns zusammenschließen und mit zwei Autos gen Norden fahren. Da ich, was das Fahren abseits befestiger Straßen angeht, noch nicht sehr erfahren bin, fand ich es eine gute Idee, im Konvoi zu fahren und im Notfall einander auszuhelfen. Mona hatte schon Lok gefunden, suchte aber noch eine weitere Person und ich zwei – was dann dazu führte, dass wir mit zwei Engländerinnen, Rosie und Nikki , die noch in Perth waren, Kontakt aufgenommen haben und diese davon überzeugt haben, hierher zu kommen und Montag mit uns loszufahren. Eigentlich sollte noch ein weiterer Engländer dabei sein, der hat allerdings dann doch abgesagt. Das alles erfolgte bei Bekannten von Mona, die erst vor kurzem aus Südafrika hierher gezogen sind und jetzt plötzlich das Haus voller Backpacker hatten, die dann auch noch zum Abendessen blieben…

Samstag habe ich dann mein Auto fit für die Reise gemacht, alle Camping-Utensilien (wie das Zelt) mal ausprobiert und den letzten wichtigen Einkauf gemacht: eine Fernbedienung für meine Kamera! Zusammen mit dem Stativ sollte ich jetzt auch nachts perfekte Bilder machen können. Mal schauen, wie das wird.

Und heute habe ich dann in Port Willunga meine Zelte abgebrochen, alles ins Auto gepackt, ein bisschen Benzin aus den Ersatzkanistern im Auto verteilt, weil es so gut riecht, und bin nach Adelaide gefahren, wo die wirklich wichtigen Dinge (wie extra Herringe für das Zelt, damit es nicht beim kleinsten Windstoss wegfliegt) eingekauft wurden. Dann zum Flughafen um die Engländerinnen abzuholen, hier im Hostel noch die Japanerin Tae überzeugt, ebenfalls mitzukommen, und jetzt geht es morgen um 8 los gen Norden.

Zwei Autos – Serenity und ein anderer (namensloser?) Pajero. Zwei deutsche Autobesitzer und Fahrer. Insgesamt sechs Leute aus vier Ländern (Lok kommt aus Hong-Kong). Und geplante zwei Wochen durch das Outback bis nach Darwin. Besonders freue ich mich auf Coober Pedy, wo wir spätestens Mittwoch sein werden. (So alles gut geht.) Aber egal was passiert, die Reise geht jetzt los und zwar so richtig. Ich vermute, ich habe unterwegs weder Zeit noch Internet, um zu berichten, aber wenn ich in den Tropen angekommen bin, werde ich Bericht erstatten und hoffentlich auch endlich mal Bilder meiner Reise vorzeigen können!

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One Response to “Fünf Tage Südaustralien”

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