Eine Entscheidung!

Kein Job, aber eine Entscheidung. So sieht es an meinem Freitagabend aus. Ich sitze hier gerade draußen vor dem Entertainment Centre, nutze das kostenlose Internet von McDonalds, und mache mir Gedanken darüber, ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Welche Entscheidung, fragt Ihr? Die Entscheidung, am Montag Sydney den Rücken zu kehren und gemeinsam mit einer anderen Deutschen, die das Party-Leben satt hat und das wirkliche Australien, am Besten durch Farmarbeit, kennenlernen will, gen Queensland, genauer gesagt Bundaberg (und wenn es da nicht klappt, Bowen) aufzubrechen. In Bundaberg soll es laut der Telefon-Hotline der zuständigen Regierungsbehörde reichlich Arbeit für unerfahrene Fruitpicker geben – Kirschen, Melonen, Mangos, was auch immer dort gerade geerntet wird.

Bundaberg ist etwa 1.200 Kilometer nördlich von Sydney, etwas abseits der Küste, und vor allem für Rum bekannt. Ob man den allerdings bei der Arbeit gebrauchen kann, wage ich zu bezweifeln. Und während vieles für diese Entscheidung spricht, spricht auch vieles dagegen. Denn es ist eine Entscheidung gegen Weihnachten und Silvester in Sydney, es ist eine Entscheidung gegen die Sicherheit der Großstadt, es ist eine Entscheidung gegen relativ entspanntes Arbeiten in einem Büro-Umfeld. Und deswegen mag ich Entscheidungen auch nicht, weil man sich damit immer so viele Möglichkeiten nimmt.

Gleichzeitig bin ich aber auch sehr dankbar, jetzt erstmal – ob für zwei Wochen oder zwei Monate oder wie lange auch immer – nicht mehr ganz auf mich alleine gestellt zu sein und endlich eine Entscheidung getroffen zu haben, für die auch vieles spricht – denn es ist eine Entscheidung für’s “richtige” Arbeiten, eine Entscheidung für eine neue Welt, eine Entscheidung für das *echte* Australien. Und vor allem ist es endlich einfach mal irgendeine Entscheidung – ob sie gut oder schlecht ist, wird sich dann zeigen.

Bis Montag gibt es also noch einiges zu tun. Ein paar Sachen werde ich noch in Sydney kaufen müssen, damit die Reise gut losgeht. Dann müssen wir noch entscheiden, wie wir am Besten (und Billigsten) nach Bundaberg kommen – und die entsprechenden Tickets erwerben. Eine Unterkunft von morgen bis Montag brauche ich auch noch, denn mein neues Hostel ist schon wieder ausgebucht und mit der Verlängerung auf den letzten Drücker wird das mal wieder nichts. (Ich bin so was von organisiert…) Und, vielleicht das Wichtigste: ich muss auch noch ein paar Sachen in Sydney sehen, bevor es zu spät ist! Also werde ich morgen mal an den vielleicht berühmtesten Strand der Welt, den Bondi Beach, fahren, und da die Gelegenheit zum Abschied von einigen hier getroffenen Leuten nutzen. Und dann am Sonntag alles organisieren. Wünscht mir Glück, jetzt geht das Abenteuer nämlich richtig los!

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6 Responses to “Eine Entscheidung!”

  1. Kathl sagt:

    hab nichtmal fertig gelesen und freu mich schon so! hihi, grüß bianca!

  2. Jonas sagt:

    Boobs?
    Err I mean good luck. But now seriously – boobs?

  3. Tine sagt:

    wer bitte ist bianca?

    Aber ernsthaft, da man nie weiß, ob die getroffene Entscheidung die Richtige ist und war oder doch besser die alternative Entscheidung… ist es allemal besser überhaupt eine Entscheidung zu treffen bzw. getroffen zu haben. Also viel Glück und Erfolg und schick mir Mangos, die ich doch so gern mag oder Kirschen. Wir ertrinken hier im Regen, sonst alles normal.

  4. Charlotte sagt:

    Vielleicht kommst du in Bundaberg ja zu unerwartetem Ruhm… (haha, entschuldige, das musste sein)

  5. Tom sagt:

    Hallo Christoph ,
    ich finde es gut das du eine Entscheidung getroffen hast und freue mich für dich das es jetzt richtig los geht, auch wenn du nicht weißt was jetzt auf dich zu kommt. Und ehrlich gesagt bin etwas neidisch. .:-) Und fange langsam an meine Entscheidung zu bereuen, noch hier in Deutschland zu bleiben.
    l.G. Tom

  6. Tine sagt:

    und außerdem habe ich heute Nacht dem Sturm und Dauerregen gelauscht, – auf den Kälte folgen soll – und mir ausgemalt, wie Du an diesem Traumstrand liegst, Dir (hoffentlich k) einen Sonnenbrand holst und war fast neidisch. Ich wünsche Dir unbedingt Glück für das Abenteuer und Erfolg!

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