36 Stunden Sydney

Puh, war das anstrengend. Und dabei habe ich noch nicht mal angefangen, zu arbeiten…

Zunächst mal die wichtigste Information: das Wetter ist marginal besser. Es sind bestimmt 17° und es hat bisher auch nur einmal kurz geregnet. Vielleicht gibt das ja noch was mit dem australischen Sommer…

Ich würde jetzt gerne darüber schreiben, wie toll Sydney ist, wieviele hochinteressante Museen es hier gibt, wieviel Spaß es gemacht hat, einen Koala auf den Arm zu nehmen – aber leider habe ich heute nichts dergleichen gemacht. Stattdessen so hochinteressante Dinge wie eine Steuernummer beantragt, ein Bankkonto eröffnet, ein australisches Handy angeschafft (von dem ich leider die Nummer nicht mehr finde…) und angefangen mir zu überlegen, wie es weitergehen soll. Bleibe ich in Sydney und suche mir hier eine ganz tolle und gut bezahlte Arbeit? (Gut bezahlt ist wichtig, da Sydney unglaublich teuer ist. Ich hatte mich gerade an die Preise in Singapur gewöhnt und jetzt das!) Oder suche ich nach einer Arbeit fernab der großen Städte, wo das Leben sicherlich billiger, aber wahrscheinlich auch weniger interessant ist? Schwierige Fragen, auf die ich noch keine Antwort gefunden habe. Vielleicht sollte ich es auch davon abhängig machen, wo ich überhaupt einen Job bekomme…

Bis nächsten Dienstag bin ich aber definitiv noch in Sydney, denn vorher kann ich meine neue Bankkarte nicht abholen. Und meine Steuernummer wird auch hier in dieses Hostel (YHA Sydney Central, sehr zu empfehlen – wenn man im Geld schwimmt) geschickt. Also werde ich hoffentlich noch Gelegenheit haben, von den Highlights Sydneys zu berichten. Und vielleicht auch, ein bisschen Englisch zu sprechen. Denn bisher habe ich den Eindruck, dass es in Sydney nur deutsche Reisende gibt. Im Hostel sind unglaublich viele Deutsche und egal wo man hingeht, überall hört man diese schreckliche deutsche Sprache. Ich verstehe ja, dass es ein interessantes Reiseziel für Deutsche ist, aber warum sind die alle in Gruppen unterwegs? So lernt man doch das Land und die Leute nicht kennen. Ich weiß, wovon ich spreche, nicht wahr, Sebastian…?

Da ich das Sightseeing aber doch nicht ganz lassen konnte, habe ich mir zumindest das Opernhaus schon mal angeguckt. Eher enttäuschend, aus der Entfernung sieht es besser aus als wenn man direkt davor steht. Außerdem wurde da auch gerade irgendwie dran gearbeitet. Aber seht selbst:

Ja, da steht ein Baukran vor. Habe gefragt, ob sie ihn wegfahren, aber wollten sie nicht extra für ein Bild machen.

Ja, da steht ein Baukran vor. Habe gefragt, ob sie ihn wegfahren, aber wollten sie nicht extra für ein Bild machen.

Doch auch wenn ich das Wahrzeichen der Stadt und das wohl berühmteste Opernhaus der Welt gesehen habe, so ist es doch noch sehr unwirklich, dass ich wirklich hier bin. Ich vermute mal, das wird sich legen, wenn ich erstmal acht Stunden Kirschen gepflückt habe, aber im Moment kann ich noch nicht ganz glauben, dass ich wirklich in dieses Abenteuer gestartet bin. Wobei, vielleicht liegt das auch nur am Wetter…

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One Response to “36 Stunden Sydney”

  1. Charlotte sagt:

    Solltest du doch noch etwas länger in Sydney bleiben:
    http://www.sydneyoperahouse.com/whatson/berlin_philharmonic_orchestra_program_a.aspx
    Ich wäre höchst neidisch (noch mehr als ich es ohnehin schon bin)! Ich stand dafür am Samstag in Berlin nämlich vergebens in der Schlange. Wobei vielleicht solltest du doch lieber hierhin gehen:
    http://www.sydneyoperahouse.com/whatson/tchaikovsky_spectacluar.aspx
    Sonst wirst du die Deutschen garnicht mehr los.

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