Dein Gedicht I: Christophs – nicht mein – Gedicht

Vor ein paar Tagen habe ich, anknüpfend an den umwerfenden Erfolg der Herausforderung, Deine Geschichte zu schreiben, versprochen, auch Dein Gedicht zu schreiben. Die Vorgaben sind einfach: Ein Kommentar zu dem zuvor verlinkten Eintrag mit drei Wörtern oder Satzbausteinen, die jeweils nicht mehr als sieben Silben enthalten, sowie im Zweifelsfall die gewünschte Sprache, und ich bastle daraus ein Gedicht. Die Bausteine können beliebig gewählt werden, aber wenn sich jemand ein “armloses Auto” wünscht, sollte derjenige kein allzu ernstes Gedicht erwarten. Die einzig ernste Beschränkung sind die sieben Silben pro Baustein, an die sich Christoph, der nicht mit mir identisch ist, mit seinen Wünschen “Vorstrafenregister”, “Diätplan” und “Wäscheleine” perfekt gehalten hat.

Das Gedicht folgt nach diesem Link, von dem ich immer noch nicht rausgefunden habe, wie man ihn individualisiert.

Strafmildernde Umstände

Mein Vorstrafenregister
ist zwanzig Seiten lang,
selbst dem Justizminister
wird dabei Angst and Bang.

Er sagt, „So geht’s nicht weiter!”
Ich sei wie Dschingis Khan,
ein todbringender Reiter,
schlimm wie der Ku-Klux-Klan!

Ich sage, wo gehobelt
wird da fallen Späne.
Schickt mich nicht in die Nachwelt,
gebt mir Diätpläne!

Ich verdiene nicht den Tod,
an der Wäscheleine.
Ich brauch’ nur weniger Brot,
der Rest kommt von alleine.

Wenn mein Gewicht normal ist,
beruhigt das den Minister,
ich tu als sei ich Humanist,
so endet mein Register.

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