Archive for the ‘Melbourne’ Category

Die 10 Ungeschriebenen Regeln der Nachtarbeit

Dienstag, Juni 5th, 2012

Vor einiger Zeit habe ich für einen anderen Blog (den, wo ich fürs Schreiben bezahlt werde und das nicht nur aus der Güte meines Herzens mache) einen Artikel namens “The 10 Unwritten Rules of Working Remotely” geschrieben. In Anlehnung daran – und weil man jede gute Idee ein zweites Mal verwenden sollte – jetzt also dieser Artikel über die Besonderheiten der Nachtarbeit. Denn mit inzwischen fast drei Monaten Erfahrung in der Nachtschicht bin ich ja schon fast eine graue Emminenz auf diesem Gebiet und damit auf jeden Fall bestens qualifiziert, über die ungeschriebenen Gesetze der Nachtarbeit zu schreiben. Und diese damit zu geschriebenen Gesetzen zu machen… Vielleicht sollte eines dieser Gesetze sein, dass man nach der Arbeit direkt ins Bett geht und nicht noch andere Dinge versucht fertig zu machen.

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Pinguine!

Sonntag, Juni 3rd, 2012

“Ein Ausflug nach St Kilda” wäre sicherlich ein passenderer Titel gewesen, aber manchmal muss man sich einfach für die Symmetrie entscheiden, auch wenn dann wenig über den Inhalt im Titel zu finden ist. Denn ich hatte ja schließlich versprochen, Pinguin-Bilder nachzuliefern. Aber die sind so schlecht geworden, dass sowohl der Inhalt als auch die Bilder mehr über den generellen Ausflug nach St Kilda erzählen als über die Pinguine.

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Possum!

Mittwoch, Mai 30th, 2012

Im Englischen gibt es einen Ausdruck, “to play possum”, der, soweit ich mich recht erinnern kann, sich totstellen bedeutet. Warum das so ist, verstehe ich allerdings ehrlich gesagt nicht, denn die Possums, denen ich bisher begegnet bin waren alle eher lebhaft. Ganz besonders die Unmengen, die jeden Abend mit Einbruch der Dämmerung in den Flagstaff Gardens, mitten im Zentrum von Melbourne, zu sehen sind. Im Deutschen heißen sie wohl Kusu oder auch Fuchskusu, aber ich bleibe lieber bei Possum.

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Die ersten Bilder

Dienstag, Mai 29th, 2012

Okay, es sind nicht die allerersten Bilder. Noch nicht einmal welche der ersten 100. Aber es sind die ersten, die veröffentlichungswürdig sind. Allerdings nur von der technischen Seite her, vom Inhalt her sicher noch nicht. Bis ich dazu komme, mal sehenswerte Aufnahmen zu machen, habt Ihr aber alle schon wieder vergessen, dass ich eine neue Kamera habe und meine liebe Schwester ist vor Neugier umgekommen. Hier also ein paar Bilder der Sony Alpha A57, aufgenommen in den letzten Tagen. Erklärungen, hoffentlich, überflüssig. Für die Vollansicht einfach auf das Bild klicken. Dringend empfohlen, da die Miniatur-Bilder irgendwie von WordPress verpixelt wurden.

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Das letzte Bild

Samstag, Mai 26th, 2012

Wer mich kennt, weiß wie schwer ich mich immer mit Entscheidungen tue. Wie sehr ich kämpfen muss, um überhaupt irgendetwas entscheiden zu können. Und wenn es nur die Frage ist, ob ich italienisch oder chinesisch zu Abend esse. Und je größer die Tragweite einer Entscheidung wird, desto schwieriger wird es für mich, diese zu treffen.

Aber immerhin habe ich auch in dieser Frage große Fortschritte gemacht und manchmal habe ich tatsächlich eine Präferenz. Und wenn ich keine habe, nun, dann bin ich gelegentlich trotzdem in der Lage etwas zu entscheiden, selbst wenn ich mich hinterher noch ewig frage, ob es die richtige Entscheidung war.

Zurzeit gibt es einige Entscheidungen, die mich beschäftigen. Entscheidungen darüber, wie es weitergehen soll und was ich machen werde. Sowohl kurzfristig, wenn mein Arbeitsvertrag endet, als auch längerfristig, wenn ich Australien verlassen werde. Und diese Entscheidungen sind wahrlich nicht einfach. Wären es wohl auch nicht für entscheidungsfreudige Leute. Und so sitze ich da und grüble. Und grüble. Und grüble. Und grüble.

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Eine Nacht zum Vergessen

Donnerstag, Mai 24th, 2012

Die meisten Nächte bei der Arbeit sind eintönig und langweilig und ich neige sehr dazu, mich genau darüber zu beschweren. Aber nach dieser Nacht werde ich sie sicherlich in Zukunft zu schätzen wissen. Und nicht nur, weil sie es mir erlauben, viel zu lesen. Sondern vor allem, weil sie so schön entspannt und problemfrei sind. Gestern ganz anders – eine unerfreuliche Geschichte nach der anderen. Und das von der ersten Minute an.

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The Night Guy

Montag, Mai 14th, 2012

Ich bin mir nicht so sicher, ob ich diesen Eintrag wirklich schreiben soll. Und noch weniger, ob ich ihn veröffentlichen soll. Es ist in gewisser Hinsicht das Portrait eines meiner Kollegen bzw. genauer gesagt des anderen Nachtportiers hier im Hostel. Und ich weiss, dass er, wenn er jemals rausfinden würde, dass ich dies geschrieben habe, nur noch eins zu mir zu sagen hätte: “I’ll kill you!” Was allerdings, sollte man fairerweise erwähnen, er auch so ziemlich häufig zu mir und ungezählten anderen Leuten sagt. Immer mit einer komisch hohen Pieps-Stimme. Keine Ahnung was es damit auf sich hat. Auf jeden Fall bin ich mir ziemlich sicher, dass er es dann erst meinen würde. Aber ich schreibe dies trotzdem, denn auch wenn es auf den ersten Blick wie eine Offenlegung seines Charakters wirkt, so offenbart dieser Text doch eigentlich viel mehr über mich. Man muss nur vielleicht ein bisschen zwischen den Zeilen lesen.

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Kein Privatleben

Mittwoch, Mai 9th, 2012

Die erste Sache, die ich zurzeit morgens, bzw. nach dem Aufstehen am mehr oder weniger frühen Nachmittag, mache, ist Joggen zu gehen. Es wirkt wahre Wunder wenn es darum geht, wach zu werden. Nach viel zu wenig Schlaf macht es einen neuen Menschen aus mir, der bereit ist den neuen Tag bzw. die neue Nacht in Angriff zu nehmen. Und wenn ich laufen gehe, dann führt mein Weg natürlich an der Rezeption vorbei. Geht auch nicht anders, wenn man an seinem Arbeitsplatz lebt. Und da gehen dann die Probleme los.

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20 Minuten

Dienstag, Mai 8th, 2012

Mal ganz abgesehen davon, welche persönlichen Ziele ich hier in Australien verfolge, offiziell bin ich hier als Tourist. Natürlich darf ich auch arbeiten, aber die Arbeit soll nur dazu dienen, das Reisen zu finanzieren. Und damit bin ich ja auch automatisch “Backpacker”, Rucksacktourist, denn schließlich sind die Hostels, die Jugendherbergen, die günstigsten Unterkünfte und erlauben einem damit, die Reisen länger zu strecken. Ich sollte mich also den Gästen in diesem Hostel, wo ich arbeite, sehr verbunden fühlen. Sie sind wie ich, meine Sorte Menschen, andere Reisende die ganz eigene Ziele (die selten sonderlich originell sind) mit ihrem Aufenthalt in Australien verwirklichen wollen. Aber so einfach ist das dann doch nicht, denn gleichzeitig bin ich ja nun hier festangestellt und habe mit meiner 40-Stunden-Woche (vom Nebenjob dazu ganz zu schweigen) ein ganz anderes Leben als die meisten Gäste hier. Und so hat sich meine Einstellung gewandelt und ich fühle mich nicht mehr den anderen Backpackern nahe, sondern eher der arbeitenden Masse.

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Routine kommt, bevor man sie bemerkt

Montag, Mai 7th, 2012

Ich kann es selber kaum glauben. Am Samstag war es sechs Wochen her, dass ich angefangen habe, in diesem Hostel als Nachtportier zu arbeiten. Beziehungsweise: an dem Tag hat mein Training begonnen – bei der eigentlichen Arbeit werde ich erst heute Nacht mein sechswöchiges Jubiläum feiern können. Aber auch so ist schon einiges an Zeit ins Land gegangen und dieses ach so andere Leben ist schon wieder – fast unbemerkt – zur Routine geworden.

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