Archive for the ‘Bundaberg’ Category

Eine ganz neue Erfahrung

Samstag, Oktober 1st, 2011

Ein Blog wie dieser kann sehr problematisch sein. Denn grundsätzlich ist es so, dass ich mehr blogge, wenn mein Leben gerade langweilig ist und ich deswegen viel Zeit dafür habe. Sobald es interessant wird, bin ich aber viel zu beschäftigt, um über die aktuellen Ereignisse zu berichten. Das führt dann dazu, dass es endlose Geschichten über langweilige Farmarbeit gibt, aber sehr wenige spannende Reiseberichte. Und eine solch spannende Reise war auch der Grund dafür, dass es hier jetzt schon wieder fast drei Wochen komplett ruhig war. Wenn jemand eine Idee für die Lösung dieses Problems hat, wäre ich sehr froh diese zu hören. Ansonsten vertröste ich wieder auf wahrscheinlich niemals kommende verspätete Berichte und schreibe heute über etwas ganz Anderes. Aber Achtung: dieser Eintrag ist vielleicht der Ehrlichste und Persönlichste, den ich je geschrieben habe. Weiterlesen also ganz auf eigene Gefahr.

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Als ob ich mir etwas zu beweisen hätte

Montag, September 12th, 2011

Während die Tage hier in Bundaberg hoffentlich endgültig zu Ende gehen, versuche ich das Beste aus der Zeit zu machen. Und was wäre da besser, als sich noch einmal zu beweisen, wer man ist, wie toll man ist, und das man vor allem viel besser als die Meisten ist? Genau, gar nichts wäre besser als das.

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Am Scheideweg, Teil Zwei

Freitag, September 9th, 2011

Heute in einer Woche werde ich Bundaberg verlassen. Und dann hoffentlich endgültig. Eine Reise ohne Wiederkehr, sozusagen, denn warum sollte ich auch noch mal hierhin zurückkommen wollen? Bis dahin bleiben mir (mit etwas Glück) noch fünf Tage Arbeit und ganz viele Vorbereitungen. Doch sprudele ich gerade nicht sonderlich vor Vorfreude. Warum? Nun, das ist kompliziert. (weiterlesen …)

Der Tod des Geistes

Samstag, September 3rd, 2011

Alkohol tötet ja bekanntlich Gehirnzellen. Deswegen wird ja auch immer von übermäßigem Alkoholkonsum abgeraten. Neben anderen, ebenso guten Gründen. Aber es gibt Dinge, die töten das Denkvermögen noch schneller, effektiver *und* effizienter (sorry, BWLer-Witz) als Alkohol. Farmarbeit ist definitiv eine dieser Sachen.

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Eine neue Karriere?

Montag, August 29th, 2011

Am Freitag nach der Arbeit kam Joe zu mir und fragte mich, ob ich Sonntag vielleicht mal etwas anderes machen wollte. Da ich ja immer für jeden Scheiß zu haben bin, habe ich erstmal gefragt, worum es denn geht, bevor ich ja gesagt habe. Joes Aussage: “Catering”. Bei einem Multi-Kulti-Festival hier in Bundaberg. Schwarzarbeit, schlechte Bezahlung (A$12 die Stunde), vernünftige Klamotten erforderlich, aber was solls. Ich habe ja extra ein weißes Hemd und eine schwarze Hose für solche Fälle dabei. Und was anderes ist ja immer gut.

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Crazy 88

Samstag, August 20th, 2011

Wer als “working holiday maker” in Australien ist und so wie ich meint, ein Jahr sei einfach nicht genug Zeit, um das ganze Land zu sehen, wird sich früher oder später daran machen, die erforderlichen drei Monate spezifischer Arbeit – vorrangig Farmarbeit – zu erledigen. Wobei das mit den drei Monaten so eine Sache ist. Denn nur wenn man festangestellt bei einer Farm (oder einer Mine oder einem Forstbetrieb) ist, reicht es wirklich, drei Monate zu arbeiten. Die anderen müssen die legendären 88 Arbeitstage sammeln.

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Arbeiten bis der Arzt kommt

Samstag, August 13th, 2011

Okay, ich gebe es zu, der Titel ist etwas irreführend. Ich habe natürlich nicht gearbeitet, bis der Arzt gekommen ist. Aber da ich nicht nur körperlich sondern auch mental etwas angeschlagen bin, ist mir leider nichts besseres eingefallen um meine aktuelle Situation zu beschreiben. Außer vielleicht einem alles umfassenden Wort: beschissen.

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Geduld zahlt sich aus

Sonntag, August 7th, 2011

Geduld ist nicht gerade eine meiner Stärken. Ganz im Gegenteil. Alles was Wartezeit erfordert vermeide ich eigentlich um jeden Preis. Ich will alles immer sofort. Auch die Arbeit hier in Bundaberg. Als ich heute vor drei Wochen angekommen bin und erfahren habe, dass ich am nächsten Tag nicht arbeiten würde, wurde ich schon ungeduldig. Als ich dann an den ersten vier Tagen nur einen einzigen gearbeitet habe, war ich kurz davor wieder wegzufahren. Und ganz ehrlich, es war nicht die Geduld, die mich hier gehalten hat.

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Unerwünschte, tief verhasste Freizeit

Sonntag, Juli 31st, 2011

Ich bin seit nunmehr zwei Wochen in Bundaberg. Kaum zu glauben, dass es schon so lange ist. Oder so kurz. Zum Einen habe ich das Gefühl, als sei alles wie immer, als sei ich schon ewig hier, als würde ich jede Ecke und jeden Winkel genau kennen. Und zum Anderen kann ich kaum glauben, dass ich schon so lange wieder hier bin, fühlt es sich an, als sei ich gerade erst wieder angekommen, die Arbeit noch gar nicht wieder gewohnt, und das, obwohl ich doch schon wieder neun Tage auf den Feldern verbracht habe.

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Routine

Mittwoch, Juli 27th, 2011

Routine kommt manchmal schneller auf, als man glauben kann. Seit nunmehr drei Tagen bin ich bei einer Süßkartoffelfarm “fest” angestellt und schon kommt es mir so vor, als sei jeder Tag gleich und ich schon ewig da. Wobei das eigentlich mehr für gestern galt, da wir heute etwas anderes gemacht haben. Aber selbst mit leichter Variation beim Arbeiten läuft jeder Tag gleich ab und da frage ich mich, ob dies das Leben ist, dass die meisten Menschen leben. Es bietet Sicherheit, ist aber erkauft mit unendlicher Langeweile. Kein Wunder, dass die Leute so viel Wert auf Urlaub legen…

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